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Altenpfleger Steffen Wisniewski ist in seinem Traumberuf angekommen

Wenn die Bewohner sich im Heim zuhause fühlen, freut das Steffen Wisniewski (Mitte) besonders. Foto: Renate Iffland</p>

Wenn die Bewohner sich im Heim zuhause fühlen, freut das Steffen Wisniewski (Mitte) besonders. Foto: Renate Iffland

Kfz-Mechanik, Messebau, Veranstaltungstechnik, Dachbegrünung, Solaranlagen – Steffen Wisniewski hat in seinem Leben schon viele Jobs gemacht. Dass er irgendwann in der Altenpflege landen würde, hätte er selbst nicht gedacht. Jetzt hat er die dreijährige Ausbildung sogar als einer der Jahrgangsbesten an der Altenpflegeschule der Awo-Akademie Saar abgeschlossen. „Das macht mich natürlich unheimlich froh und stolz“, sagt der sympathische 40-Jährige, der es immer noch nicht so ganz fassen kann.

Steffen Wisniewski arbeitet im Caritas Senioren-Zentrum Hanns-Joachim-Haus in Kleinblittersdorf , seit seinem erfolgreichen Abschluss ist er nun Pflegefachkraft.

Medikamenten-Vergabe, Kontakt mit Ärzten, Betreuung und Körperpflege – das sind hier seine Aufgaben. Er arbeitet im behüteten Wohnbereich für demenziell erkrankte Menschen. „Das ist natürlich eine besondere Herausforderung“, sagt der Altenpfleger : „Aber man lernt schnell, damit umzugehen. Man muss mit allen Sinnen pflegen und schon kleine Zeichen in Gestik und Mimik erkennen. Man muss die Biografien der Menschen kennen, um zu verstehen, warum sie jetzt in einer bestimmten Situation so reagieren. Da sind wir auch auf die Unterstützung der Angehörigen angewiesen.“

Der gebürtige Naumburger lebt seit 2006 im Saarland. Seine Patchwork-Familie war einer der Gründe für den Berufswechsel. „Ich wollte geregeltere Arbeitszeiten und einen sicheren und zukunftsträchtigen Beruf, um meine Kinder aufwachsen sehen zu können“, sagt der 40-Jährige, der heute in Bliesransbach wohnt.

Am Anfang war er nicht sicher, ob er lieber im Krankenhaus oder in der Altenpflege arbeiten möchte. Zwei Praktika in der Neurologie und in der Kardiologie haben dann den Ausschlag gegeben: „Das war zwar natürlich auch sehr interessant, aber auf Dauer könnte ich mir das nicht vorstellen. Mir ist es wichtig, die Menschen länger zu begleiten, um eine Bindung aufbauen zu können.“ Aber auch das Thema Tod bewegt Wisniewski: „Viele Leute sterben. Das berührt einen natürlich, aber ich habe gelernt, damit umzugehen und alles dafür zu tun, den Abschied für die Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit Anfang 20 hätte ich mir das noch nicht so vorstellen können, da braucht man meiner Meinung nach viel menschliche Reife.“

Im Hanns-Joachim-Haus in Kleinblittersdorf wird Steffen Wisniewski auch nach seinem erfolgreichen Abschluss bleiben. Stehen bleiben kommt für ihn aber nicht in Frage. Er will sich zum Beispiel im Bereich des Wundmanagements weiterbilden.

Und was mag er am meisten an seinem Beruf? „Ganz klar den Umgang mit den Bewohnern. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn nach einem gefragt wird und die Bewohner sich freuen, dass man da ist. Es gibt Menschen, die zuerst nicht in ein Pflegeheim kommen wollen. Wenn man es dann trotzdem schafft, dass sie sich zuhause fühlen, dann ist das ein tolles Erlebnis.“

 

Zum Thema:

Ausbildung in der Altenpflege: Die Ausbildung in der Altenpflege soll Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich sind. Zugangsvoraussetzungen sind ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder eine andere zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert. Auch möglich ist ein Hauptschulabschluss, sofern eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung nachgewiesen werden kann. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Mehr Informationen gibt es im Internet unter: hjh-seniorenzentrum.de

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