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Am Leinpfad gab es Natter-Alarm

Die südamerikanische Kornnatter, die sich am schwülwarmen Dienstag in Malstatt über den Leinpfad schlängelte, erschreckte einen Jogger sehr. Der Mann bat in der nahen Gaststätte der Kleingärtner um Hilfe, um das vermeintlich gefährliche Tier einzufangen. Er fand eine tatkräftige Helferin, Clubwirtin Martina Hofmann. Mit Stöcken und einer Kiste gelang es den beiden, das Reptil einzufangen und im Clubheim zu verwahren. „Die Schlange zeigte kein Angriffsverhalten“, sagte die Wirtin später. Das Tier habe sich problemlos einfangen lassen. Als Stephan Müller von der Saarbrücker Berufsfeuerwehr kam, um die Schlange abzuholen, wurde auch deutlich, warum: Die Kornnatter entpuppte sich als Schmusetier. Sicher nicht jedermanns Sache, aber Müller ließ das Tierchen über seinen Arm kriechen und legte es sich um den Hals. Das einen Meter lange Reptil gab sich sehr zutraulich und ließ sich ohne erkennbare Regung fotografieren. „Dieses harmlose Tier ist entweder bei einem Terrarienbesitzer abgehauen oder ausgesetzt worden“, sagte der Schlangenfachmann. Müller ist bei der Wehr immer zuständig, wenn es um Reptilien geht. Wobei er sie inzwischen nicht mehr in den Zoo bringt, sondern bei sich aufnimmt.

Der 37-Jährige hält inzwischen 15 Schlangen in Terrarien und meldet seine Gäste stets dem Ordnungsamt. So können etwaige Besitzer sich melden, was aber kaum geschieht. Den Neuankömmling aus Südamerika hält Müller erst einmal einzeln. „Eine Quarantäne ist nötig, um zu sehen, ob das Tier gesund ist“, sagt er.

Die Clubwirtin der Malstatter Kleingärtner war jedenfalls froh, als Müller half. Zum einen traute sie sich nicht mehr, die Kiste zu öffnen. Zum anderen weiß sie das Tier jetzt in guten Händen. „Es wäre irgendwann auf dem Leinpfad überfahren worden“, sagte die Wirtin. Oder, was genauso schade wäre, in einer kalten Nacht verendet.
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