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Am Samstag heulen alle 13 Sirenen in St. Ingbert

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

Die Frage „Werden Sirnen noch benötigt?“ wird der Feuerwehr oft gestellt. Aus deren Sicht kann die Anwort nur ein klares „Ja“ sein, wie Andreas Menges, der stellvertretende Wehrführer und Funkbeauftragte der Feuerwehr St. Ingbert, erläutert. Geklagt wird nach seinen Angaben oft über den „Lärm“, den solch eine Sirene macht. Dieser habe allerdings auch seinen Sinn, denn in erster Linie dienten die Sirenen zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall und erst in zweiter Linie zur Alarmierung der Feuerwehr. Feueralarm über Sirenen werde jedoch nur noch dann ausgelöst, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Dieses signalisiert jedem Feuerwehrmann, dass es dann um Sekunden geht.

Bis Ende der 80er Jahre waren Sirenen, auch in St. Ingbert, die einzige Möglichkeit, die freiwilligen Feuerwehrleute zum Einsatz zu rufen. Damals unterhielten die bundeseigenen Warnämter für Zivilschutz alle Sirenenstandorte. Nach deren Auflösung Anfang der 90er Jahre übernahm die Stadt diese Aufgabe inklusive Wartung und Instandhaltung. Der Bund war fortan an den Kosten nicht mehr beteiligt. Da in der Folgezeit die Ausstattung der Feuerwehren mit Funkmeldeempfängern zur stillen Alarmierung voranschritt, wurden in einigen Kommunen die Sirenen aus Kostengründen sogar komplett abgebaut.

In St. Ingbert blieben die aus den 60er Jahren stammenden Sirenen nur in sehr begrenztem Umfang erhalten. Leider sei es im Moment nicht möglich, gerade in St. Ingbert- Mitte, flächendeckend zu warnen. Hier gibt es fünf funktionierende Sirenen-Standorte: den Feuerwehrturm, die Ludwigschule, das Leibniz-Gymnasium, die Albert-Weisgerber-Schule und die Josefstaler Straße 187. Es ist daher vorgesehen, weitere Sirenen in Betrieb zu nehmen. Auf Grund vieler Großschadenslagen der letzten Zeit, nicht nur in Deutschland, stand man vor dem Problem, dass es keine wirklich funktionierende Möglichkeit gibt, die Bevölkerung im Katastrophenfall zu warnen. „Wie will man aber zum Beispiel auf die Schnelle die Bevölkerung mitten in einer warmen Sommernacht dazu auffordern, bei einer Großschadenslage die Fenster zu schließen?“, fragte sich nicht nur der St. Ingberter Wehrführer Timo Meyer.

Eine zuverlässige Warnung sei eben nur über Sirenen möglich. Derzeit gibt es im Stadtgebiet 13 Sirenenstandorte (St. Ingbert- Mitte 5, Hassel 1, Oberwürzbach 2, Rentrisch 2, Rohrbach 3). Die Sirenen in der Mittelstadt St. Ingbert werden bislang an jedem zweiten Samstag im Monat gegen 12 Uhr zu einem Probealarm eingeschaltet, um die Funktionsfähigkeit zu überprüfen. In Zukunft wird dieser Probealarm (12 Sekunden Dauerton) samstags nur in den ungeraden Monaten ausgelöst. In den geraden Monaten wird hingegen der Probealarm „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst. Dieser ununterbrochene Heulton, der eine Minute dauert, bedeutet: „Bleiben Sie im Haus, schließen Sie die Fenster, Türen und schalten Sie das Radio ein.

Der Probealarm „Warnung der Bevölkerung“ wurde bis in die frühen 90er Jahre regelmäßig ausgelöst, dann aber eingestellt. Nun wird er in St. Ingbert wieder eingeführt, wie dies nach Angaben der Feuerwehr in anderen Städten, zum Beispiel auch in Saarbrücken, längst geübte Praxis sei. Der erste Probealarm findet am Samstag, 8. Juni, statt, kündigt Wehrführer Timo Meyer an. red

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