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Am Samstag sendet der SR die „M'r sin nit so“-Kappensitzung im Fernsehen

Die Fernsehsitzung der Saarbrücker Karnevalsgesellschaft

Die Fernsehsitzung der Saarbrücker Karnevalsgesellschaft "M´r sin nit so" in der Saarlandhalle am Samstag (2.2.2013) wurde vom Saarländischen Rundfunk für die ARD aufgezeichnet.



Saarbrücken. Sechs Kameras, 20 Mikrofone und ein 30-köpfiges TV-Team – um die Saarlandhalle Saarbrücken zur Aufzeichnung der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft „M'r sin nit so“ in ein Fernseh-Studio zu verwandeln, ist ein großer Aufwand erforderlich. Damit der Mix aus Tanz, Musik und Büttenreden für den kommenden Samstag, 20.15 Uhr, fernsehgerecht in Szene gesetzt wird, bedarf es jedoch nicht nur der Profis vom Saarländischen Rundfunk (SR). Ohne die 50 ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund ginge nichts. Ob Elfriede Grimmelwiedisch oder de Hausmeischda – an Gerhard Bost kommt niemand vorbei, der auf die Bühne will. Früher war er Verkäufer für Radio- und TV-Geräte, heute schickt er die Akteure quasi ins Fernsehen.

Denn das Vorstands-Mitglied ist für den technischen Ablauf zuständig, stattet die Mitwirkenden mit Mikros aus und sorgt dafür, dass diese zum richtigen Zeitpunkt auftreten. „Normalerweise sind sie etwa zehn bis 15 Minuten vorher bei mir“, sagt er. Wenn die Redner noch Auftritte bei anderen Sitzungen haben, kann es aber auch mal knapp werden. „Wie ist die Stimmung in der Halle?“ und „Sind wir im Zeitplan?“ lauten die ihm am häufigsten gestellten Fragen. Zudem kümmert sich Bost auch um Bühnen-Aufbauten wie die Bütt und Instrumente. „Einmal habe ich vergessen, Schorsch Seitz die Gitarre hinzustellen. Doch er hat das gut überbrückt und keiner hat's gemerkt“, erinnert sich der Fastnachter. „Würstchen-Werner“ Hans Werner Meng und seine Mutter Christa übernehmen beim Aufbau die Verpflegung der 200 Mitwirkenden: „Wir kochen schon seit einer Woche in der Halle“, sagt Christa Meng.

Die Rezepte zu den deftigen Gerichten wie Wurstsalat stammen von ihrer Großmutter, wie sie sagt. Von der Kochplatte bis zur Pfanne haben die beiden die komplette Küchen-Ausstattung selbst mitgebracht. Silke Müller, die im normalen Leben Arzthelferin ist, versorgt bei der TV-Sitzung den Elferrat mit Getränken: „Wir trinken da oben übrigens fast nur Wasser“, stellt Präsident Roman Hauf klar. Für die Betreuung der Mini-Garden ist Andrea Stanislav zuständig. Bis zur Fernseh-Aufzeichnung hätten die jüngsten Tänzer der „M'r sin nit so“ schon etliche Auftritte absolviert und seien relativ routiniert, wie sie erzählt. Deshalb halte sich ihr Lampenfieber in Grenzen. Es sei aber schon mal vorgekommen, dass die Kinder auf der Bühne gestanden hätten und so von der Atmosphäre fasziniert gewesen wären, dass sie vergessen hätten, sich zu bewegen, blickt die Betreuerin schmunzelnd zurück.

Oft breche kurz vor dem Auftritt unter den Tänzern zudem der „Pipi-Alarm“ aus: „Wenn plötzlich einer feststellt, dass er noch schnell auf die Toilette muss, folgen oft viele weitere.“ Auch die älteren Garden und Funkenmariechen haben wenige Minuten vor der Show häufig ihre Problemchen: „Die einen sind umgeknickt oder haben sich eine Zerrung zugezogen, bei anderem ist die Strumpfhose gerissen oder der Rock passt nicht mehr“, weiß Trainerin Silvia Gechnizdjani. Bereits eine Woche vor der Aufzeichnung beginnt das Dekoteam um Erika Busch damit, die knapp 10 000 Luftballons in der Halle aufzuhängen. Während das Aufblasen maschinell erfolgt, müssen alle von Hand geknotet und zusammen gebunden werden: „Damit sind sechs bis zehn Leute drei ganze Tage beschäftigt“, sagt Christine Heil, die eigentlich Beamtin ist und sich extra Urlaub nimmt.


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