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Am Wochenende startet die Fark

Aus allen Teilen Europas werden sie nach Landsweiler-Reden kommen. Teilnehmer aus England, Frankreich, Spanien, Holland, Belgien, Irland haben sich angemeldet zum zweiten Fantasie- und Rollenspiel-Konvent im Kreis, der Fark. Insgesamt 1034, Stand beim Besuch von Organisator und Erfinder und liebevoll Commander Fark getauften Organisator Benjamin Kiehn in der Lokalredaktion. Ganz entspannt wirkt er noch. Dabei ist es gar nicht mehr lange hin. Auf der Facebook-Seite zählt er schon die Tage rückwärts. Noch zwei sind's heute. Dann geht die mittlerweile größte Messe ihrer Art im südwesteuropäischen Raum über die Bühne. Oder besser über die Gebäude und Flächen der ehemaligen Grube Reden. Denn dahin ist man umgezogen, nachdem die Erstauflage in der Illipse in Illingen im vergangenen Jahr ein solch durchschlagender Erfolg war. Stolze 22 000 Quadratmeter werden in diesem Jahr genutzt, aufgeteilt nach den verschiedenen Themenbereichen (siehe Grafik). Und das alles für lau. Denn Eintritt verlangen die Veranstalter in diesem Jahr keinen, auch wenn die Veranstaltung wieder für den guten Zweck, nämlich den Kindershospiz-Dienst ist. „Wir wollen die Messe öffnen für alle. Da sollen nicht nur Leute aus der Szene kommen, sondern alle, die mal reinschnuppern wollen, vor allem auch Familien“, erläutert Kiehn. Damit trotzdem Geld für den Hospizdienst zusammenkommt, wird gesammelt. Kiehn hofft auf 6000 bis 10 000 Besucher pro Tag. „Da wäre es doch schön, wenn wir die 10 000 wie im letzten Jahr schaffen.“ Dann hätte Kiehn sein selbst gesetztes Ziel erreicht und gemeinsam mit Kompagnon Dirk Boudier in diesem Jahr 40 000 Euro gesammelt. Die Menschen mit den Sammelbüchsen können sich ausweisen und werden über die Messe spazieren, aber auch an den Eingängen stehen. Vier Eingänge gibt es insgesamt, jeder stimmt mit einer anderen Thematik auf die Messe ein. Da ist zum einen am Haupteinang vor den Wassergärten das Stargate, die Nachbildung mit 2,10 Metern Durchgang und 3,10 Metern Durchmesser, um die sich vor allem Kulissenbauer Werner Boudier mit seinem kleinen, natürlich ehrenamtlichen Team verdient gemacht hat. Ein Luftabwehrgeschütz, eine Original-Filmkulisse aus dem Film „Starship Troopers“, empfängt die Besucher bei der Steampunk-Ecke, vor Gondwana gibt es den Walking Act mit Dinosauriern und Drachen und am vierten Eingang bei den Parkplätzen wartet das Hexentaxi. Außer dem Stargate gibt es noch reichlich weitere Kulissen. Mit dem X-Wing allerdings hatte man bautechnisch etwas Pech, verrät Kiehn. Das Cockpit wird trotzdem da sein. Das komplette „Flugzeug“ dann in 2015. Denn dann wird es die Fark auf jeden Fall noch mal geben. „Danach allerdings im Zwei-Jahres-Rhythmus, sonst wird das zu viel.“ Schließlich organisiert der Gemeindekämmerer auch noch alle zwei Jahre den Mittelaltermarkt in Illingen – auch ehrenamtlich.

Helfer gibt es allerdings jede Menge. In Düsseldorf erhält zurzeit der eiserne Thron aus „Game of Thrones“ den letzten Schliff. In Lost Eden, der Endzeit-Kategorie, gibt es „Kulissen ohne Ende“. Hier findet man alleine 120 der insgesamt 1043 Teilnehmer. 125 Aussteller bieten sowohl für den „Neuling“ als auch den Fortgeschrittenen der Szene allerlei an. Damit jeder immer weiß, wo er ist und was als nächstes kommt, gibt es eine App: where-the-fark-am-I.de. Dazu gibt es themenbezogene Leckereien. Kostümgruppen und Fanclubs rund um die verschiedenen Kategorien der Szene machen fast die 1000 voll. 60 Helfer sind auf dem Gelände unterwegs. Das ist im Übrigen komplett mit einbezogen, mit kostenlosem bzw. reduziertem Eintritt in „Das Erbe“ bzw. Gondwana und einem Fark-Taxi zur Alm. „Es freut uns ja, wenn wir die komplette Region stärken. Es geht ja ums Miteinander, nicht um Konkurrenz.“
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