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Amok-Drohbriefe auch im Saarland

Die Serie von Amokdrohungen gegen Schulen und Universitäten vor einer Woche hat ein größeres Ausmaß als gedacht.

Inzwischen seien den Ermittlern 90 Drohbriefe aus mehreren Bundesländern bekannt, in denen ein Unbekannter Amokläufe androhte, sagte ein Sprecher der federführenden Landespolizeidirektion Tübingen am Montag. Schwerpunkt sei weiterhin Baden-Württemberg, aber auch Empfänger im Saarland und in Nordrhein-Westfalen hätten die Drohbriefe bekommen. „Wir erwarten, dass nach dem Ende der Ferien weitere Briefe auftauchen werden“, sagte der Sprecher. Von dem Verfasser fehlte weiterhin jede Spur.

Was den Unbekannten zu den vielen Amokdrohungen getrieben hat, bleibt den Ermittlern bislang ein Rätsel. Die Briefe waren am Wochenende vor Weihnachten an Schulen, Universitäten und Privatpersonen zugestellt worden. Der Verfasser forderte geringe Geldsummen und drohte sonst mit einem Amoklauf. Die rund 850 Schüler am Karlsruher Fichte-Gymnasium waren daraufhin wenige Minuten nach Beginn des Unterrichts vorsichtshalber nach Hause geschickt worden.

In einer ersten Bewertung gingen die Ermittler aber davon aus, dass nirgendwo eine ernsthafte Gefahr bestand.

Derzeit würden alle bekannten Drohbriefe nach Tübingen geschickt und dort ausgewertet. Das Ermittlungsverfahren läuft wegen des Verdachts der Erpressung und der Störung des öffentlichen Friedens. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte der Polizeisprecher.
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