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Amokläuferin von Lörrach trug zwei Waffen bei sich

Damit erstach sie einen Pfleger in einer Klinik. Die Frau konnte Inhofers Angaben zufolge bislang noch nicht eindeutig identifiziert werden. Derweil meldete das Onlineportal «Bild.de», dass es sich bei der Täterin um eine 43 Jahre alte Rechtsanwältin aus Lörrach handeln soll. Sie tötete insgesamt drei Menschen und verletzte weitere, ehe die Polizei sie selbst tötete.

Nach der Bluttat suchen die Ermittler weiter nach dem Motiv. Die Frau hatte am Sonntag zunächst ihren Ex-Partner und ihren Sohn getötet. Dann tötete sie den Pfleger in der Klinik und verletzte weitere Menschen. Die Ermittler in Baden-Württemberg wollen am Nachmittag weitere Details ihrer Untersuchungen bekanntgeben. In der Stadt waren viele Menschen schockiert angesichts der Bluttat.

Die Frau hatte nach Behördenangaben zunächst ihren früheren Lebensgefährten sowie den fünf Jahre alten gemeinsamen Sohn getötet. In den ersten Stunden nach der Tat war von einem toten Mädchen die Rede gewesen. Die Täterin schoss mit einer kleinkalibrigen Faustfeuerwaffe.

Erster Tatort war die Wohnung des Mannes in einem Mehrfamilienhaus in der Lörracher Innenstadt. In dieser habe es eine heftige Explosion gegeben. Diese sei von der Frau durch Brandbeschleuniger ausgelöst worden.

Der Mann und das Kind lebten gemeinsam in der Wohnung, die Frau nicht, erläuterten die Behörden. Auf ihrer anschließenden Flucht ins benachbarte Elisabethen-Krankenhaus tötete die Frau einen Pfleger und verletzte durch Schüsse vor dem Gebäude zwei Passanten sowie in der Klinik einen Polizeibeamten. Lebensgefahr bestand in der Nacht bei keinem der Verletzten mehr.

Im Flur des ersten Obergeschosses wurde die Frau von der Polizei erschossen. «Durch ihr beherztes Eingreifen haben die eingesetzten Beamten Schlimmeres verhindert», sagte der baden-württembergische Landespolizeipräsident Wolf Hammann am späten Sonntagabend. Von der Explosion bis zum letzten Schuss seien nicht einmal 40 Minuten vergangen.

Aus dem brennenden Wohnhaus rettete die Feuerwehr sechs Erwachsene sowie ein Kind. 15 Bewohner mussten mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht werden. Im Einsatz waren rund 300 Polizisten und Retter aus ganz Südbaden.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und die Oberbürgermeisterin von Lörrach, Gudrun Heute-Bluhm, äußerten sich schockiert über die Bluttat.

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