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Amphibien auf Wanderschaft leben gefährlich

Püttlingen. Anfang März ging sie los und dauerte dann bis Ende April: die Wanderschaft von Fröschen, Kröten und Molchen. Sie waren diesmal recht spät aus ihrer Winterstarre erwacht und wanderten zu ihren Laichgewässern. Damit sie auf diesem Weg nicht totgefahren werden, werden an vielbefahrenen Verkehrsstraßen Fangzäune errichtet, die von naturschutztreibenden Vereinen betreut werden. So auch in Püttlingen, wo die Arbeitsgemeinschaft „Artenschutz im Köllertal“ den Schutzzaun zwischen Püttlingen und Völklingen betreut und der Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen-Ritterstraße die Schutzvorrichtung am Fischweiher im Kesselfeld. Die beim Einsammeln vorgenommenen Zählungen zeigen dabei ein bedenkliches Ergebnis: Beide Vereine mussten auch in diesem Jahr einen erheblichen Rückgang der Amphibien-Population feststellen.

Steffi Bauer von der AG Artenschutz konnte nur noch 560 transportierte Tiere registrieren (davon unter anderem 341 Frösche, 89 Kröten und 120 Molche), bei Michael Metzger vom Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen-Ritterstraße waren es sogar unter 100 (28 Frösche, 20 Kröten, 25 Molche). Das ist im Vergleich zu den Vorjahren ein sehr deutlicher Rückgang: Am Völklinger Wildpark gab es im Jahr 2007 mit über 1900 transportierten Amphibien die höchste registrierte Zahl eingesammelter Tiere. 2010 waren es noch mehr als 900, im vergangenen Jahr dann nur noch 550 Tiere.

Beim Fischweiher des Angelsportvereins lag der Rekord bei 800 Amphibien, seitdem nimmt auch dort die Population ständig ab. Hier gibt es allerdings auch eine gute Nachricht: „Wir haben auf der anderen Straßenseite ein Ersatzbiotop angelegt, das von den Fröschen gut angenommen wird“, schildert der NABU-Vorsitzende Michael Metzger. Das Transportproblem scheint also an dieser Stelle langfristig gelöst. Probleme gibt es dagegen nach wie vor in der verlängerten Von-der-Heydt-Straße. Hans-Peter Schwinn vom Natur- und Vogelschutzverein zählte an einem Märzwochenende mehr als 80 überfahrene Lurche. Deshalb hat der rührige Verein einen Antrag an den NABU-Landesverband gerichtet, dass im kommenden Jahr auch an dieser Stelle ein Schutzzaun errichtet wird. Das bedeutet, dass auch an dieser stark befahrenen Landstraße Tiere eingesammelt und auf die andere Straßenseite transportiert werden. hjs
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