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An der Don-Bosco-Schule kann unterrichtet werden

Das Verwaltungsgericht Saarlouis hat dem Eilantrag des Don-Bosco-Schulvereins gegen die Schulschließungen in Saarbrücken-Fechingen stattgegeben.

Das Verwaltungsgericht Saarlouis hat dem Eilantrag des Don-Bosco-Schulvereins gegen die Schulschließungen in Saarbrücken-Fechingen stattgegeben.

Saarlouis/Saarbrücken. An den beiden Schulen des konservativen Don-Bosco-Schulvereins in Saarbrücken-Fechingen kann möglicherweise vorerst weiter unterrichtet werden. Das Verwaltungsgericht Saarlouis gab gestern einem Eilantrag des privaten Trägers gegen den sofortigen Vollzug der Schulschließungen statt. Das Bildungsministerium unter Minister Klaus Kessler (Grüne) hatte dem von der konservativen Pius-Bruderschaft getragenen Verein die Betriebsgenehmigungen für die Erweiterte Realschule Herz-Jesu (ERS) und die Private Grundschule St. Arnual ab dem 24. Januar, also dem Beginn des zweiten Schulhalbjahres, entzogen. Dem Träger fehle die „erforderliche persönliche Zuverlässigkeit“, somit drohe eine „Gefährdung des Kindeswohls“, argumentierte das Ministerium. (wir berichteten).

Nach Auffassung der Richter besteht jedoch kein öffentliches Interesse an der sofortigen Schließung der Schulen. In einer Mitteilung des Gerichts hieß es gestern, Mängel im Betrieb der betroffenen Schulen hätten nicht festgestellt werden können. Tatsachen, die eine Gefährdung der dort unterrichteten Kinder bis zur Entscheidung in der Hauptverhandlung möglich erscheinen ließen, seien nicht ersichtlich.

Das Bildungsministerium will heute entscheiden, ob es gegen die Entscheidung Beschwerde am Oberverwaltungsgericht einlegt. Hätte eine solche Beschwerde noch in dieser Woche Erfolg, müssten die beiden Schulen am kommenden Montag doch noch geschlossen werden. Falls nicht, läuft der Unterricht zumindest bis zur Hauptverhandlung normal weiter. Wann die Hauptverhandlung stattfinden wird, ist noch nicht klar.

Seit einigen Jahren gibt es immer wieder Bestrebungen, die Schulen des Don-Bosco-Vereins zu schließen. 2005 geriet die ERS wegen Prügelvorwürfen in die Schlagzeilen. Das Oberverwaltungsgericht kippte eine Schließungsverfügung 2007. Die Schließung des Don-Bosco-Internats wurde dagegen im vergangenen Sommer vollzogen. Der Schulverein hatte statt der erlaubten acht Internatsplätze 26 Plätze zur Verfügung gestellt.

Seitens der Schulen meldete sich gestern ein Verein zu Wort, dem nach eigenen Angaben über 1000 ehemalige Schüler, Lehrer und Erzieher angehören. In einer Erklärung heißt es: „Wir als Ehemalige dürfen mit Gewissheit sagen, dass das Kindeswohl weder zu unserer Zeit noch aktuell jemals gefährdet war. Im Gegenteil, wir haben neben der schulischen Ausbildung auch eine sehr wertvolle, schöne und interessante Freizeitgestaltung mit vielen musisch-kulturellen sowie sportlichen Angeboten genossen.“ Die Entscheidung, die Schulen zu schließen, sei „politisch motiviert.“
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