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An guten Tagen Arbeit zu siebt: Bei Sonnenschein hat das Personal des Völklinger Freibades viel zu tun

Bademeister Magueye Koundoul an seinem Arbeitsplatz (im Hintergrund die Wasserrutsche). Ende voriger Woche, als das Bild entstand, war es kühl, und im Völklinger Freibad war wenig los. Am Wochenbeginn hingegen hatte Hochbetrieb geherrscht. Fotos (2): Becker & Bredel

Bademeister Magueye Koundoul an seinem Arbeitsplatz (im Hintergrund die Wasserrutsche). Ende voriger Woche, als das Bild entstand, war es kühl, und im Völklinger Freibad war wenig los. Am Wochenbeginn hingegen hatte Hochbetrieb geherrscht. Fotos (2): Becker & Bredel

Bademeister“, das klingt gut. Im sperrigen Behördendeutsch heißt der Beruf freilich „Staatlich geprüfter Meister für Bäderbetriebe“. Magueye Koundoul ist einer von ihnen, sorgt sich seit Jahren im Völklinger Freibad um die Wasserqualität und um die Gäste. Wenn wenig los ist, wie oft in diesem verregneten Sommer, begrüßt Magueye, wie ihn die meisten hier nennen, Stammgäste mit Handschlag.

 

Vorige Woche, und ein paar Mal im Juli, war das nicht drin. Wunderbare Sonnentage, Freibadwetter – Hochbetrieb! 3000 Badegäste lässt die Stadt als Badbetreiber höchstens täglich rein – dann wird dichtgemacht. Ein paar Mal war das nötig. „Verstehen nicht alle, muss aber sein, wegen der Hygiene“, erklärt Koundoul.

 

Wenn das Thermometer Hochgefühle entwickelt, wird's eng im Völklinger Bad. Und schwierig für die Aufsicht. „An guten Tagen beschäftigen wir bis zu sieben Aufsichtspersonen, zwei Fachkräfte plus freiwillige Rettungsschwimmer “ – Augen kann man nicht genug haben. Kondoul nennt die Knackpunkte: „Viele Eltern haben ihre kleinen Kinder nicht so im Blick, wie wir uns das wünschen. Da müssen wir höllisch aufpassen, etwa im Bereich des Strömungskanales oder auf der Riesenrutsche, wenn es da zu Staus kommt.“ Meist helfe es, die Eltern auf die Gefahren hinzuweisen.

 

Ermahnen müssen Koundoul und seine Kollegen oft auch Flüchtlinge, die ihre Fähigkeiten im Schwimmen noch deutlich überschätzen und im „Hundstrab“ durchs tiefe Becken planschen – in Gefahr, Wasser zu schlucken oder gar unterzugehen. Probleme bereiten die so genannten Kampfschwimmer (das sind die, die ohne Rücksicht auf andere durchs Wasser „pflügen) und die Sprungkünstler, die an unerlaubten Stellen ins Wasser hechten – was andere Badegäste nervt und auch gefährdet. Kondoul: „Ballspielen oder Schwimmreifen sind im großen Becken tabu. Dafür ist das kleine Becken oder die Spielwiese im hinteren Bereich des Bades da.“ Es sei auch nicht vorgesehen, dass Badegäste ihren Müll auf den gut gepflegten Liegewiesen liegen lassen, sagt Kondoul – „passiert aber immer wieder“. Diebstähle leider auch, wie dieser Tage von der Saarbrücker Zeitung gemeldet. Dazu sagt Kondoul: „Viele Besucher sind ziemlich naiv, wenn sie ihre Wertsachen unbeaufsichtigt auf der Decke liegen lassen. Dabei haben wir vorne im Eingangsbereich Wertschließfächer, die man gegen ein Pfand von fünf Euro in Anspruch nehmen kann.“ Aber Kon bricht auch eine Lanze für die ehrlichen Badbenutzer: „Viele finden verlorene Spindschlüssel oder Schmuck im Wasser und geben die Sachen dann sofort bei uns ab.“

 

Ärger haben in den vergangenen Wochen auch die Fußballspiele der Saarbrücker Kicker im nahen Völklinger Stadion verursacht – wegen blockierter Parkplätze. Nach Auskunft des Bad-Personals soll es sogar vorgekommen sein, dass Security-Mitarbeiter der Fußballveranstaltungen Schwimmer angehalten haben, sich einen Parkplatz auf dem Heidstock zu suchen – für Familien mit Kindern kaum zumutbar.

 

Bleibt nachzutragen, dass in dieser Saison bis Donnerstag voriger Woche exakt 37 130 Besucher das seit dem 26. Mai geöffnete Freibad besucht haben. Statistisch gesehen, ist also beinahe jeder Völklinger einmal zum Schwimmen gegangen.

 

Zum Thema:

Geöffnet ist das Bad täglich von neun Uhr bis 20 Uhr. Eine Erwachsenen-Einzelkarte kostet vier Euro, Kinder zahlen die Hälfte. Mehrfach-, Gruppen- und Zeit-Karten sind günstiger. Ab 18 Uhr zahlen Kurzzeitgäste nur den halben Eintritt. et

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