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Angebliche Millionen-Erbschaft war Betrug

Heusweiler. Sie locken mit dem ganz großen Geld und wollen doch nur selbst das Geld von den Personen, die sich unbedacht in Versuchung führen lassen: Mit einer Betrugsmasche, die eine gigantische Erbschaft vorgaukelt, versuchten Betrüger von England aus ihr Glück in Heusweiler.

Unserem Leser Rainer Cappel flatterte Mitte September ein Fax einer angeblichen Londoner Rechtsanwältin „Jane N. Baker“ ins Haus, das eine im wahren Sinn des Wortes unglaubliche Nachricht enthielt: Sie habe einen inzwischen verstorbenen Mandanten gehabt, der für das Öl- und Gas-Unternehmen Enagás in Spanien tätig gewesen sei. Bei seinem Tod im Jahr 2004 sei er ohne direkten Erben gewesen, doch nun sei Herr Cappel als der Erbe von stolzen 11,7 Millionen Euro ausfindig gemacht worden, hieß es weiter.
 
Zu dem amtlich klingenden, aber in schlechtem Deutsch geschriebenen Text gibt es dann noch mehrere angebliche Unterlagen, etwa eine „Kapitalfreigabegenehmigung“ des spanischen Justizministeriums mit hübschen Stempeln und Unterschriften sowie eine „Sterbeurkunde“ des angeblichen Erblassers.



Die ganze Sache hat natürlich – man ahnt es schon – einen Haken: Das Geld könne nur ausgezahlt werden, wenn der glückliche Erbe vorher eine Gebühr und Bearbeitungskosten bezahlt, zusammen 2972 Euro.
Stöbert man ein wenig im Internet nach, so findet man noch andere Leute, die von einer englischen Anwältin namens „Jane N.  Baker“ die erfreuliche Mitteilung einer Elf-Millionen-Erbschaft bekommen haben – komisch auch, dass all diese unbekannten Erbonkel immer in der selben spanischen Firma gearbeitet haben.

Ein Empfänger eines solchen „Erbschafts-Faxes“ hatte sich die Mühe gemacht, bei dem spanischen Unternehmen (das es tatsächlich gibt) anzurufen, und er hat dort erfahren, dass schon etwa 100 Anrufe anderer „Erben“ eingegangen seien, doch den angeblichen Erbonkel hat es natürlich nie wirklich gegeben. Offenbar haben die Betrüger ein Fax massenhaft verschickt in der Hoffnung, dass schon der eine oder andere Empfänger darauf hereinfallen werde.
 
Das Anliegen unseres Lesers Rainer Cappel ist es jedenfalls, diese Betrugsmasche bekannt zu machen, damit möglichst niemand darauf hereinfällt. mr
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