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Anonymer Anruf droht mit Bombe - Pfälzerwald-Verein sagt Jahreshauptversammlung ab

Am Samstag (19.03.2016) ging gegen 10:24 Uhr bei der Polizei Neunkirchen ein anonymer Anruf ein, in dem mit der Detonation eines Sprengsatzes bei einer Veranstaltung des Pfälzerwald-Vereins am Nachmittag in der Gasgebläsehalle in Neunkirchen gedroht wurde.

Am Samstag (19.03.2016) ging gegen 10:24 Uhr bei der Polizei Neunkirchen ein anonymer Anruf ein, in dem mit der Detonation eines Sprengsatzes bei einer Veranstaltung des Pfälzerwald-Vereins am Nachmittag in der Gasgebläsehalle in Neunkirchen gedroht wurde.

Bombendrohung gegen die Jahreshauptversammlung des Pfälzerwald-Vereines? Was wie ein Kalauer klingt, hat am Samstagmittag tatsächlich viele Einsatzkräfte in Neunkichen gebunden. Die Bombendrohung, verbunden mit dem expliziten Zusatz, die Vereinsspitze solle umgebracht werden, ging bei der Polizeiinspektion Neunkirchen anonym um 10.24 Uhr ein. Die Pfälzerwälder hatten für den frühen Nachmittag zur Versammlung mit über 300 Delegierten in die Gebläsehalle geladen. Der Hauptvorsitzende des Vereins ist Klaus Weichel, SPD-Oberbürgermeister von Kaiserslautern, sein Stellvertreter ist Martin Brandl, der für die CDU im rheinland-pfälzischen Landtag sitzt.

Polizei und Freiwillige Feuerwehr rückten zur Gebläsehalle aus. Die Halle wurde evakuiert, Beamte suchten mit Polizeihunden nach einem Sprengsatz. Vergeblich. Von einer Bombe war weit und breit keine Spur. Der Pfälzerwald-Verein sagte seine Veranstaltung, die noch mit einer Ausstellung im Foyer der Halle verbunden war, ab. Die Ermittlungen, so das Führungslagezentrum der Polizei in Saarbrücken, laufen. Es gebe bislang „keine validen Hinweise auf eine tatverdächtige Person“.

Klaus Biehl von der Neunkircher Ortsgruppe des Wandervereins erklärte gestern gegenüber der SZ, für die Sektion sei die Absage der Versammlung sehr bedauerlich. Es wäre das erste Mal gewesen, dass sich der Dachverband in Neunkirchen getroffen hätte. Die Delegiertenversammlungen finden jährlich statt. Von Querelen bei dem Verein, wie gerüchteweise zu hören war, wisse er allerdings nichts.

Biehl erzählt, am Samstagvormittag seien vielleicht 30 Menschen in der Gebläsehalle gewesen, um die Veranstaltung vorzubereiten. „Wir sind völlig überrascht worden“, sagt er, als plötzlich die Polizei anrückte. Alle hätten dann zügig die Halle verlassen. Der Vorstand sei zu der Zeit im benachbarten Brauhaus zu einer Sitzung zusammengekommen. Neunkirchens Oberbürgermeister Fried sei nicht dabei gewesen. Er sollte zum Auftakt der Versammlung ein Grußwort sprechen.

Man habe dann die anreisenden Vereinsmitglieder von der Absage der Jahreshauptversammlung in Kenntnis gesetzt. Viele kämen von weit her, teils aus dem Karlsruher Raum. In der Jahreshauptversammlugn steckt eine Menge Arbeit. „Wir haben uns über ein Jahr lang mit dieser Veranstaltung beschäftigt“, berichtet Biehl, „ich kann nicht verstehen, dass so etwas passieren kann.“

Mit der Polizei kam auch die Neunkircher Feuerwehr vor die Gebläsehalle. Ihr Pressesprecher Christopher Benkert berichtet, die Wehr habe vor Ort umgehend eine Einsatzleitung eingerichtet und den Brandschutz sicherstellt. Einsatzleitwagen, Besprechungszelt, hinter der Gebläsehalle stand der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt mit zwei Löschfahrzeugen und der Drehleiter in Bereitschaft, dazu Notarzt, Rettungsdienst sowie Führungskräfte des DRK – die Bombendrohung löste einen großen Einsatz aus.

Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann und Landrat Sören Meng informierten sich vor Ort über den Einsatz. Mit Kreisbrandinspekteur Werner Thom und Landesbrandinspekteur Timo Meyer waren auch zwei hochrangige Feuerwehrführungskräfte vor Ort. Gegen 14.45 Uhr beendete die Polizei die Durchsuchung der Gebläsehalle. Die Helfer rückten ab.
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