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Anschlag? Saarbrücker Wettbüro explodiert

Saarbrücken. Es ist bereits die zweite Explosion im Regionalverband innerhalb von nur einer Woche: Nachdem am Mittwoch ein Einfamilienhaus im Völklinger Stadtteil Heidstock durch eine Detonation unbewohnbar gemacht wurde, ist gestern ein Sprengkörper in der Burbacher Hochstraße in Saarbrücken explodiert.


Der Sprecher der Landespolizeidirektion, Stephan Laßotta, sagte gestern am Tatort, ein Zeitungszusteller habe gegen vier Uhr den Polizeinotruf gewählt, um die Explosion im Eingangsbereich des Wettbüros „Toni’s Sportsbar“ an der Einmündung der Brunnenstraße in die Hochstraße zu melden. Dass es eine Detonation in ihrem Umkreis gegeben haben muss, sei den Beamten zu dieser Zeit aber schon klar gewesen. Schließlich liege die Polizei-Inspektion Malstatt-Burbach nur gut 100 Meter Luftlinie vom Ort des Geschehens entfernt. „Außerdem handelt es sich hier um einen großen Tatort, weil die Splitter überall verteilt sind“, sagte Laßotta.

Personen nicht zu Schaden gekommen

Jeder gefundene Splitter ist von Beamten mit einem nummerierten Täfelchen versehen worden. Die Spuren waren über den gesamten Kreuzungsbereich verteilt. Ein Splitter hatte sogar ein Fenster im fünften Geschoss des gegenüber liegenden Wohnhauses beschädigt. Personen seien bei der Explosion nicht zu Schaden gekommen, allderdings sei erheblicher Sachschaden entstanden, so der Polizeisprecher.

Erheblicher Sachschaden

Bei einigen entlang der Hochstraße geparkten Fahrzeuge wurden die Seitenscheiben beschädigt. Die gläserne Eingangstür des Wettbüros ist völlig zerstört, ebenso zwei weitere Scheiben im Eingangsbereich. Die beiden Schaufenster schienen dagegen unversehrt geblieben zu sein. Die Schadenshöhe sei noch nicht zu ermitteln, über mögliche Motive und Details wollte die Polizei gestern nicht spekulieren. Dass es sich um Terrorismus oder Bandenkriminalität handelt, bestätigte die Polizei nicht. Laßotta sagte nur, dass weder das Wettbüro noch der 47-jährige Inhaber italienischer Abstammung der Polizei bisher in irgendeiner Form aufgefallen seien. Die Anwesenheit des Bundeskriminalamtes am Tatort, die man auch als Hinweis darauf deuten konnte, dass es sich um mehr als „normale Kriminalität“ handelt, begründete Laßotta so: „Sie verfügen ganz einfach über Technik, die dem Land nicht zur Verfügung steht.“ Etwa einer speziellen Kamera und einen Laserscanner, die den Tatort im Rundumblick mit allen markierten Beweisen bis ins kleinste Detail aufzeichnen. Drei auf Stative montierte weiße Kugeln am Tatort seien Vermessungspunkte, so die Beamten. Es werde es noch einige Zeit dauern, bis die genauen Umstände der Tat feststehen.

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