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Anwalt plündert Konten von Behinderten und Kranken

Saarbrücken. Vor einer Großen Strafkammer des Landgerichts hat gestern ein Prozess wegen Untreue von Mandantengeldern begonnen. Angeklagt ist ein 48-jähriger Rechtsanwalt aus dem Landkreis Saarlouis. Er ist weitgehend geständig und hat seine Zulassung zur Anwaltschaft freiwillig zurückgegeben – wenige Tage bevor sie ihm entzogen wurde. In der Anklageschrift ist von einer veruntreuten Summe in Höhe von 170 000 Euro die Rede. In den meisten Fällen war der Anwalt als Betreuer kranker und behinderter Menschen von saarländischen Vormundschaftsgerichten eingesetzt worden. Seine Schützlinge waren in Heimen untergebracht und völlig arglos. Er nutzte die Vollmachten aus, um sich persönlich zu bereichern. „Ich schäme mich“ sagte er gestern zu den Vorwürfen.

Die Plünderung der Ersparnisse seiner Schützlinge wurde dem Angeklagten leicht gemacht. Ein Rechtspfleger als Zeuge bestätigte eine eher lasche Kontrolle durch das Vormundschaftsgericht. Ein anderer sprach davon, dass Akten 16 Monate lang unbearbeitet herumlagen. Die Personaldecke sei sehr gering, hieß es zur Begründung.

Auch bei den Banken gab es Fehler. Jede Abhebung von einem Sparkonto der betreuten Menschen hätte vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden müssen. Wohl aus Unkenntnis der Schaltermitarbeiter ist dies unterblieben. Der Oberstaatsanwalt möchte den Angeklagten hinter Gittern wissen. Der Prozess wird am 24. Oktober fortgesetzt. jht
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