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Anwohner der Mühlstraße kritisieren Verkehrspläne der Stadtverwaltung

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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Rund um die Rohrbacher Mühlstraße will einfach keine Ruhe einkehren. Derzeit kämpfen Autofahrer und Anwohner mit den Widrigkeiten der Kanal- Baustelle, die der Entsorgungsverband Saar (EVS) kürzlich starten ließ. Bis Jahresende 2014 oder Anfang 2015 sollen sowohl der Kanal, als auch eine Pumpstation fertig gestellt sein. Doch vor dem was dann kommen soll, ist die Angst am Größten. Eine Umgehungsstraße soll die Mühlstraße über das Grundstück des ehemaligen Akkord- Marktes mit der Industriestraße verbinden. Der Ortsrat Rohrbach hatte das Thema jüngst zum wiederholten Mal auf seiner Tagesordnung stehen. Das nahmen Manfred Habicht und Helmuth Heib erneut zum Anlass um, stellvertretend für weitere Anwohner, ihren Unmut über die geplante Trassenführung zum Ausdruck zu bringen.

Bereits während eines Termins vor Ort im August 2012 forderten Habicht, Heib und andere, den Straßenverlauf weiter nach Norden und damit möglichst weit weg von den Wohnhäusern zu planen, damit Lärm und Dreck nicht die Lebensqualität der Menschen beeinträchtigen. Die von Anwohnerseite bevorzugte Trasse würde jedoch durch ein Naturschutzgebiet führen. Ilona Deckarm, die für die Familien- Partei im Ortsrat sitzt, beschrieb die Situation nun ziemlich treffend. „Wir sind an einem festgefahrenem Punkt.“ Denn: Die Stadt will hier nicht bauen und dafür gibt es mehrere Gründe: Das Akkord-Markt-Gelände befindet sich bereits in ihrem Besitz.

Das Naturschutzgebiet müsste erst eine Umweltprüfung bestehen. Das halten Frank Model, Leiter des Fachbereichs Verkehr und ÖPNV sowie Peter Broschart, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Demografie, für aussichtslos, wie sie auf Nachfrage bestätigten. Des Weiteren müsste dort ein Höhenunterschied von fünf Metern ausgeglichen, ein entsprechend hoher Damm also angeschüttet werden. Schon im Ortsrat verteidigte der St. Ingberter Baudirektor Martin Ruck den städtischen Plan: „Ihre Situation wird durch unsere Planung nicht verschlechtert. Im Gegenteil – sie würde sich verbessern.“ Damit meint Ruck vor allem die Anwohner des oberen Teils der Mühlstraße, weil dort dann fast ausschließlich mit dem Verkehr der Anwohner zu rechnen sei. Frühestens ist erst im Jahr 2015 mit einem Baubeginn zu rechnen. Frank Model: „Die Mittel wurden aus dem Doppelhaushalt 2013/14 gestrichen.“

Der Ortsrat hält das Thema allerdings warm. Einstimmig wurde beschlossen, dass ein Treffen mit Vertretern von Stadtverwaltung, der Landesregierung und Bürgern stattfinden soll. Zudem soll der Landesbetrieb für Straßenbau in der übernächsten Rohrbacher Ortsratssitzung Maßnahmen zur Entschleunigung der Mühlstraße vorlegen.

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