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Anwohnerstreit: Lage in Saarbrücker Neubau-Gebiet scheint verfahren

Anwohner der Francoisstraße wehren sich gegen die geplante vierstöckige Bebauung eines Baugrundstücks im Wittum, genau hinter ihren Häusern in Alt Saarbrücken. Die Fläche hinter den Gärten soll bebaut werden.

Anwohner der Francoisstraße wehren sich gegen die geplante vierstöckige Bebauung eines Baugrundstücks im Wittum, genau hinter ihren Häusern in Alt Saarbrücken. Die Fläche hinter den Gärten soll bebaut werden.

Da gibt es ein geradezu perfektes Neubaugebiet: nah am Zentrum, „keine Steigungen, also gut für alte Menschen und junge Familien mit Kinderwagen“. Lebensmittelgeschäfte und Gastronomie sind ebenso in der Nähe wie Bushaltestellen und Kirchen und eine Moschee – viel besser geht es nicht, sagen die Architekten Doris Schütz und Reinhard Schneeweiß. Dass es wegen dieses Wohngebietes trotzdem Ärger gibt, wundert die beiden Alt-Saarbrücker allerdings auch nicht. Denn in diesem Neubaugebiet – Im Wittum – prallen verschiedene Interessen scheinbar unversöhnlich aufeinander (wir berichteten).

Er könne alle Beteiligten verstehen, sagt Reinhard Schneeweiß. Die Stadtverwaltung habe ein berechtigtes Interesse daran, diese Brachfläche, die ihr teilweise selbst gehört, zu vermarkten und den Stadtteil weiterzuentwickeln. Die Gruppe „Wohnen mittendrin“, die dort ein viergeschossiges Mehrgenerationenhaus bauen will, könne wohl nicht flacher bauen, weil die Wohnungen sonst wegen des festen Preises für das Grundstück zu teuer werden. Und dass die Anwohner, die inzwischen eine Initiative gegründet haben, „Angst haben, dass man ihnen mit den Neubauten zu nahe auf die Pelle rückt“, sei von Anfang an „der Knackpunkt“ gewesen.

Es sei ihnen auch klar, dass die Planungen weit vorangeschritten seien, sagen Schütz und Schneeweiß. Dennoch bringen sie nun einen neuen Entwurf ins Gespräch, der ihrer Ansicht nach, die gegensätzlichen Interessen verbinden könnte. Der Plan sieht zwar auch ein hohes Gebäude vor, aber „dort, wo die Häuser eh hoch sind“ und Anwohner nicht gestört werden.

Der Nachteil an diesem Entwurf, auch das räumen die Architekten ein: Anders als bei der aktuellen Planung, die wohl im Sommer dem Stadtrat vorgelegt werden soll, gibt es für den Schneeweiß-Entwurf keinen Investor, der sofort mit dem Bau beginnen könnte.

Schneeweiß und Schütz, die selbst gerne Im Wittum wohnen würden, weil es eben ein perfektes Plätzchen sei, glauben aber, dass es sich lohnt, neu nachzudenken. Sollte die jetzt geplante Bebauung durchgesetzt werden, werde es nämlich wohl zum „Dauerstreit im Viertel“ kommen.

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