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App soll Emmes sicherer machen

20 000 bis 30 000 Besucher kommen an guten Tagen zur „Emmes“ nach Saarlouis. Foto: Stadt SLS

20 000 bis 30 000 Besucher kommen an guten Tagen zur „Emmes“ nach Saarlouis. Foto: Stadt SLS

Heino rockt und zieht die Massen an. Auch der Live-Auftritt der Chart-Band Juli sowie das Musikfeuerwerk gehören zu den Höhepunkten der Saarlouiser „Emmes 2015“, die ab dem Fronleichnamstag bis Samstagabend sicher wieder zehntausende Besucher anlockt. Für die Organisatoren der als eines der größten Stadtfeste der Region geltenden Veranstaltung ist dagegen die Sicherheit der Gäste das Top-Thema. In diesem Jahr soll das Konzept der Stadt nun durch eine neue Handy-App mit dem Namen „isi (immer sicher informiert)“ ausgeweitet werden: „Sie kommt deutschlandweit zum ersten Mal zum Einsatz“, erklärt Ralf Levacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Saarlouis , die das Programm kostenlos bereitstellt. Die Idee zu der App, die bereits international erfolgreich unter anderem bei den Olympischen Spielen 2012 in London, einem Stadtfest in Zürich sowie dauerhaft von der holländischen Polizei genutzt wird, stammt aus der Region. Die verschiedenen Module, aus denen „isi“ besteht, wurden für ein Projekt des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern entwickelt, so Jörg Rink ( Stadtwerke ). Ziel sei es gewesen, die Besucherströme auf Groß-Veranstaltungen zu studieren, damit diese sicherer gestaltet werden können. Carmelo Di Martino, Chef-Organisator des Volksfestes, stellte den Kontakt zwischen DFKI und der Stadt Saarlouis her.

Bei einem Notfall soll „isi“ den Besuchern helfen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Nutzer können ortsspezifische Warnmeldungen und Anweisungen der Rettungsdienste empfangen sowie Hilfe verständigen. Beim normalen Ablauf der Veranstaltungen erhalten die Gäste aktuelle Informationen zum Programm, Parkplätzen sowie zu An- und Abreise. Genutzt werden kann die App im kostenlosen WLAN-Netz in der Saarlouiser Innenstadt. Organisatoren und Polizei liefert die App dagegen zum Beispiel Auskünfte über Menschen-Ansammlungen. Deshalb sei es wichtig, dass viele Besucher dieses Programm nutzen, so Stadtwerke-Geschäftsführer Levacher. „Die Daten der Nutzer sind anonymisiert“, stellt er klar.

Die Saarlouiser Polizei stehe der App „grundsätzlich positiv gegenüber“, so Hauptkommissar Thomas Reichmann. Man müsse jedoch erst Erfahrungswerte sammeln und „isi“ auf mögliche Probleme zum Beispiel bei unsensiblen Eingaben in Gefahrensituationen oder dann, wenn hunderte Gäste gleichzeitig den Notrufknopf drückten, überprüfen. Die App sei deshalb für die Polizei dieses Mal „noch kein wesentliches Steuerungs-Element“.

In den vergangenen Jahren habe es bei der „Emmes“, zu der zwischen 20 000 und 30 000 Besucher pro Tag kommen würden, keine größeren polizeirelevanten Ereignisse gegeben, so Reichmann. Gelegentliche Streitereien seien für ein solches Fest nichts Besonderes.

Die Idee mit der App stößt auch bei den Organisatoren anderer Großveranstaltungen in der Region auf Interesse: „Für das Saarbrücker Altstadtfest wäre eine solche App ebenfalls sehr sinnvoll“, steht für den zuständigen Abteilungsleiter Norbert Küntzer fest. Allerdings bräuchte die Stadt für eine solche App Partner, die diese für Saarbrücken mit den entsprechenden Gegebenheiten und speziellen Anforderungen erstellen und finanzieren können, sagt Küntzer. Wie einige andere von uns befragten Fest-Organisatoren hat auch Michael Hohmann von der Neunkircher Kulturgesellschaft bisher nichts von „isi“ gehört, findet die Idee aber prinzipiell gut. Es sei sicher überlegenswert, den Einsatz der App zu überprüfen. Für das Stadtfest in St. Wendel gebe es im Moment auch noch keine Pläne, das Programm einzusetzen, so Axel Birkenbach, Leiter der Kulturabteilung.

Die App „isi“ kann kostenlos im App Store und Google Play Store heruntergeladen werden.
 
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