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Arabische Touristen in Zweibrücker Wohnpark: Neuer Investor gefunden

Die Firma Aebla präsentiert auf ihrer Website detaillierte Skizzen der Zweibrücker Wohnungen.

Die Firma Aebla präsentiert auf ihrer Website detaillierte Skizzen der Zweibrücker Wohnungen.

   Zuerst das Märchen aus 1001 Nacht, dann der Albtraum und jetzt womöglich der siebte Himmel: Nach Merkur-Informationen will eine Firma weitere vier Wohnblocks mit 96 Wohnungen auf dem Kreuzberg kaufen, herrichten und für urlaubende Araber zur Verfügung stellen. Das Unternehmen „Sevenheavens“ (zu Deutsch: „Sieben Himmel“) & Aebla GmbH mit Sitz in Nieder-Olm soll Interesse angemeldet haben, Restbestände der früheren Wohnblocks zu erwerben, die dem EfK-Rechtsvorgänger „Wohnpark am Kreuzberg“ gehörten.

Die Wohnblocks liegen in der Nähe der 48 Wohnungen, die die EfK (Entwicklungsgesellschaft für Konversionsprojekte) bereits an Araber verkaufte und um die es bisher Wirbel gab (wir berichteten). Auf ihrer Website führt die Aebla United Company Zweibrücken als aktuelles Projekt auf, hat Grundrisse und Beschreibungen von Kreuzberg-Wohnungen zur Veranschaulichung für Interessenten abgebildet, dazu Fotos von Musterwohnungen. Es werden Verkaufsunterlagen mit Datum 21. April 2013 präsentiert, in denen eine leitende Person der Firma beschreibt, dass die Aebla bereits die 96 Wohnungen gekauft und komplett renoviert hat. Beschrieben wird Zweibrücken als sehr ruhig, mit schöner Natur. Eine Stadt, die mit den Style Outlets, der Word of Fun, Fußball, Pferderennen, Schwimmen, Restaurants und Cafés auftrumpfe und nur 250 Kilometer von dem renommierten Krankenhaus in Bonn liege, heißt es. Laut Website verfolgt Aebla auch Projekte in Düsseldorf, Hamburg, Bremen oder Pirmasens.

Hinter der Firma stehen nach Merkur-Informationen zwei Kuwaitis, einer von beiden, Abdul Rahman Man al-Kandari, hatte sich unlängst den Kauf des Großteils der EfK-Gebäude notariell beurkunden lassen: 36 der 48 Eigentumswohnungen. Die übrigen zwölf Wohnungen gingen an Einzelkäufer. In den Verträgen sind sogenannte Auflassungsvormerkungen enthalten (siehe „Stichwort“). Wirksam wird dies, sobald die Käufer einen städtebaulichen Vertrag nach dem Baugesetzbuch mit der Stadt und dem Umwelt- und Servicebetrieb geschlossen haben. Die Käufer haben sich dafür offenbar zusammengeschlossen und werden durch den Mannheimer Anwalt Christoph Udluft vertreten. Stadtsprecher Heinz Braun kennt keine Details dazu, bestätigt aber, dass ihm der Name Sevenheavens im Zusammenhang mit den Kreuzberg-Wohnungen schon untergekommen sei. Dass die Wohnungen nicht auf den Zweibrücker Wohnungsmarkt sollen, ist einer der Punkte, der darin geregelt werden soll. Im Stadtrat – die nächste Sitzung ist am 3. Juli – müsse dieser Vertrag nicht vorberaten werden. In der Regel werde er dem Gremium zur Information vorgelegt, auch die Gegenseite müsse ihn akzeptieren. Der Rat sei über die Entwicklung auf dem Kreuzberg im Bilde, so Braun, der ergänzt: „Wir würden den Vertrag gerne schnell abschließen und eine Regelung kriegen.“

Der Stadtsprecher zeigt sich erfreut darüber, dass Abdul Rahman Man al-Kandari die 960 000 Euro für die Erschließung der Ex-EfK-Wohnungen vergangene Woche überwiesen hatte (wir berichteten).

Derweil intensiviert die Zweibrücker Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen im Kontext der Efk-Wohnungsverkäufe. Efk-Geschäftsführer Faris Saad Rahim Sadig vermisst rund eine Million Euro aus den Transaktionen: Seiner Anzeige zufolge könnte sein Generalbevollmächtigter damit in Zusammenhang stehen. Die Staatsanwaltschaft führt Bankenermittlungen durch, führt etwa Kontenabrufe durch, schilderte gestern Oberstaatsanwältin Iris Weingarth. Ergebnisse lägen allerdings noch nicht vor.
 

 

Zum Thema:

StichwortEine Auflassungsvormerkung wird ins Grundbuch eingetragen, damit dem Grundstückskäufer der Anspruch auf Eigentumsübertragung bis zur endgültigen Eintragung der neuen Eigentumsverhältnisse im Grundbuch gesichert ist. Durch die Vormerkung kann der bisherige Grundstückseigentümer, in diesem Falle also die „Entwicklungsgesellschaft für Konversionsprojekte (EfK) nicht mehr zum Nachteil des Käufers über das Grundstück verfügen. red
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