Saarland: Saarwellingen, Bahnhofstraße, Unfall, Verkehrsunfallaufnahme durch Polizei, Vollsperrung der Bahnhofstraße vom Einmündungsbereich Sonnenstraße bis Einmündungsbereich Lebacher Straße. (17:41)

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Arbeitsagentur: Saar-Arbeitsmarkt ist „gesättigt"

Saarbrücken. Der Arbeitsmarkt im Saarland bleibt auch in diesem Jahr robust. Die Arbeitslosigkeit könnte um weitere 5,8 Prozent zurückgehen und die Zahl der versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 0,3 Prozent steigen. Davon sind Hans-Hartwig Felsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Saarland, und seine Stellvertreterin Gundula Sutter überzeugt.

Allerdings sei auch zu beobachten, dass der Arbeitsmarkt an der Saar „gesättigt ist“. Viele Unternehmen, die im vergangenen Jahr noch Mitarbeiter gesucht hätten, „haben inzwischen ihre Belegschaften komplett“, sagt Felsch. Es werde häufig nur noch Bedarf gemeldet, wenn Beschäftigte den Betrieb verlassen. Etliche tun dies auch, weil sie zum Beispiel in der Industrie besser bezahlt werden. Daher fänden Fachkräfte – vor allem in den Bereichen Elektro, Metall, Pflege und Gastronomie – „im Saarland noch problemlos eine Arbeit“, betont Sutter. Wer hingegen keine Qualifikation hat, „für den wird es zunehmend schwieriger“.

Die Zeitarbeit ist 2011 um 6,5 Prozent gesunken, was Felsch und Sutter darauf zurückführen, dass mehr Leiharbeits-Jobs „in reguläre Beschäftigung umgewandelt wurden“. Wenn Unternehmen außerdem Mitarbeiter suchen, „stellen sie bevorzugt Leiharbeiter ein, die bereits in der Firma arbeiten, weil diese die betrieblichen Abläufe und Prozesse kennen“.

Das Budget für Fördermaßnahmen ist in diesem Jahr gegenüber 2011 von 30,7 auf 24,3 Millionen Euro zurückgegangen. Das meiste Geld (16,4 Millionen Euro inklusive der Altfälle) fließt in den Gründungszuschuss, der gewährt wird, wenn sich jemand aus der Arbeitslosigkeit beruflich selbstständig macht. Da dies seit Anfang des Jahres eine Ermessensleistung ist, haben Felsch und Sutter bereits festgestellt, dass bei den Neuanträgen das Volumen „spürbar zurückgeht“. Mit 3,9 Millionen Euro ist das Programm „Wegebau“ der zweitgrößte Brocken. Mit diesem Geld erhalten Mitarbeiter in Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten die Gelegenheit, sich bei geringer Qualifikation weiterzubilden, damit sie nicht bei der ersten Krise auf der Straße sitzen. Bislang mussten die Beschäftigten mindestens 45 Jahre alt sein. Diese Altersgrenze ist jetzt aufgehoben.

Auf die betriebliche Umschulung von Ungelernten oder von Menschen, die ihren Beruf lange nicht mehr ausgeübt haben, zielt das Programm „Iflas“, für das ein Budget von drei Millionen Euro vorgesehen ist. Die Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) wird mit 2,5 Millionen Euro unterstützt. Darunter fallen Qualifizierungs-Maßnahmen, um Wissensdefizite auszugleichen. Über einen Bildungsgutschein können die Leute, die davon profitieren, sich ihren Weiterbildungsträger selbst suchen. Das Geld soll für mehr als 1050 Leute rei? chen.

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