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Arbeitsagentur meldet 1500 offene Ausbildungsplätze

Saarbrücken. Das Ausbildungsjahr hat zwar schon begonnen, aber wer nach wie vor auf Lehrstellensuche ist, sollte keinesfalls aufgeben. Freie Ausbildungsplätze gibt es noch reichlich. In der Lehrstellenbörse der saarländischen Arbeitsagentur finden sich derzeit rund 1500 offene Stellen.  „Das Angebot zieht sich querbeet durch alle Berufe. Darunter sind sich auch etliche Lehrstellen, die eigentlich sehr begehrt sind. Beispielsweise im Metall-, Elektro- oder Industriebereich. Im Handwerk ist generell noch einiges offen, aber auch Bachelor-Lehrstellen für Bewerber mit höherem Schulabschluss sind zu haben. Wer nichts gefunden hat, sollte sich schnellstmöglich mit uns in Verbindung setzen“, rät Joachim Gölzer, U-25-Teamleiter der Arbeitsagentur Neunkirchen.

Angesprochen seien auch Schüler, die sich nur deshalb für ein Berufsvorbereitungs- oder Berufsgrundbildungsjahr entschieden hätten, weil es mit der Lehrstelle nicht geklappt hat. „Die Botschaft lautet: Keiner muss ein unnötiges Schuljahr in der Warteschleife verbringen. Es geht noch was“, sagt Gölzer.

Auch bei den saarländischen Kammern sind viele offene Stellen inseriert. „Es ist einiges da. Fast in allen Branchen. Es lohnt sich, jetzt noch die Bewerbung anzugehen“, sagt Michael Meter von der Industrie- und Handelskammer Saarland. Bei der Handwerkskammer (HWK) sieht es ähnlich aus. „In unserer Börse sind noch rund 300 Ausbildungsstellen, darunter viele interessante Angebote“, sagt Justus Wilhelm von der HWK. Allzu lange sollte man mit der Suche jedoch nicht mehr warten, denn in den Berufsschulen hat der Unterricht wieder begonnen, und wer dort zu spät einsteigt, muss viel Lernstoff nachholen.

Auch an Fachschulen sind teilweise noch Plätze frei. Zum Beispiel bei der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaftsinformatik in Saarbrücken. „Zehn bis 15 Bewerber kriegen wir noch unter“, sagt Fachleiter Dieter Kronauer. Dass das Schuljahr bereits begonnen habe, sei kein Problem. Den Stoff „kann man aufholen“. Wer die zweijährige Ausbildung erfolgreich absolviert, hat einen Abschluss als staatlich geprüfter Wirtschaftsinformatiker in der Tasche.
Wer sich aktuell nicht mit dem Thema Ausbildung beschäftigt, aber im kommenden Jahr eine Lehre im öffentlichen Dienst, im Banken- oder Versicherungswesen oder in einem industriellen Großbetrieb anstrebt, sollte ebenfalls jetzt seine Bewerbungen auf Vordermann bringen. Denn in vielen dieser Bereiche enden in den nächsten Wochen die Bewerbungsfristen – für das Ausbildungsjahr 2012. „Als Stichtag gilt hier der Beginn der Herbstferien. In manchen Unternehmen endet die Bewerbungsfrist allerdings etwas früher“, sagt Joachim Gölzer. Es lohne sich generell, frühzeitig Bewerbungen zu versenden. „Wer erst im kommenden Jahr die Schule beendet, kann sich bereits jetzt mit uns in Verbindung setzen. Viele Betriebe machen schon früh Zusagen.“

Passend dazu startete die Arbeitsagentur in dieser Woche die Kampagne „Ich bin gut“, um Jugendliche beim Start ins Berufsleben zu unterstützen. Zentrales Element ist dabei eine Internetplattform mit Informationen zur Berufswahl und einem Internet-Chat mit Berufsberatern und Experten aus Unternehmen – bis zum 23. November mittwochs von 15 bis 17 Uhr unter www.ich-bin-gut.de. Zudem können interessierte Jugendliche in den Herbstferien an einem Berufsorientierungs-Camp teilnehmen.

Auf einen Blick
Bei der Dillinger Hütte haben 99 junge Leute ihre Ausbildung begonnen, davon 73 Lehrlinge und 26 Fachoberschul-Praktikanten. Der Hersteller von Grobblechen bildet nach Unternehmensangaben in 13 Berufen aus – unter anderem Elektroniker, Anlagenmechaniker, Werkstoffprüfer, Kaufleute und sogar Köche. Hinzu kommen 17 Studenten, die im Unternehmen im Rahmen ihrer Hochschulausbildung bei der Dillinger Hütte Einblicke in die unternehmerische Praxis erhalten. red
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