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Arbeitslose beseitigen Schäden des Hochwassers im Juli

Nach dem Unwetter vom 3. Juli kann die Gemeinde Quierschied Hilfe gebrauchen. Jeweils zehn Mitarbeiter der Erwerbslosen Selbsthilfe und der Neuen Arbeit Saar helfen seit Montag beim Aufräumen.

Quierschied. Im Rahmen von zwei Kooperationsverträgen mit der Erwerbslosen Selbsthilfe (ESH) in Püttlingen und der Neuen Arbeit Saar (NAS) hat die Gemeinde Quierschied seit Montag Hilfe bei der Beseitigung der Schäden nach der Unwetterkatastrophe vom 3. Juli. In den beiden Projekten werden jeweils zehn langzeitarbeitslose Frauen und Männer eingesetzt.

Es war Anfang Juli, als eine Unwetterfront mehrere Stunden über Quierschied hing und sintflutartiger Regen Straßen, Wege und Plätze in Quierschied und Fischbach überschwemmte. Aus den sonst harmlos dahinplätschernden Bächen Kohlbach, Lasbach und Fischbach wurden reißende Flüsse (wir berichteten mehrfach).

Die Schäden des Unwetters sind heute noch an vielen Stellen sichtbar. Besonders hart getroffen wurde das Quierschieder Rathaus. Wasser drang übers Dach in alle Büros ein. In den drei oberen Etagen mussten die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ihre Büros räumen, wurde ausquartiert. In der Waldparkanlage in Fischbach und im Quierschieder Lasbachtal wurden fast alle Wege zerstört. Die Wassermassen verursachten auch in den Bachbetten und an den Ufern erhebliche Zerstörungen. "Die ganzen Schäden können die Mitarbeiter unseres Bauhofes nicht alleine bewältigen", betont die Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall.

Doch nun hat die Gemeinde Hilfe. Bei der Maßnahme mit der ESH übernimmt die Arbeitsagentur (Arge) 75 Prozent der Lohnkosten. Die Leute sind bei der ESH angestellt und werden nach deren Tarif bezahlt. Pro Person muss die Gemeinde nur 460 Euro im Monat übernehmen. Den Verwaltungsaufwand zahlt die ESH. Das Projekt ist bis Ende Februar 2010 befristet und verursacht der Gemeinde Kosten von rund 30 000 Euro. Nach Angaben von Karin Lawall sind die neuen Mitarbeiter dem Bauhof unterstellt. Sie können für alle dort anfallenden Arbeiten eingesetzt werden.

Anders ist das bei den Personen, die im Rahmen der Beschäftigungsmaßnahme der NAS in Quierschied eingesetzt werden. Sie dürfen nur zusätzliche Arbeiten übernehmen. Sie sollen beispielsweise bei der Räumung des Rathauses helfen. Sie können aber auch kranken, alten und pflegebedürftigen Bürgern, die vom Hochwasser geschädigt wurden, zur Hand gehen. Bezahlt werden sie von der Arge. Auf die Gemeinde kommen keine zusätzlichen Kosten zu. Das NAS-Projekt endet Mitte Dezember 2009.

Bürgermeisterin Karin Lawall: "Mit diesen Maßnahmen wird die Gemeinde in Zeiten der Wirtschaftskrise ihrer sozialen Verpflichtung für das Gemeinwohl gerecht."

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