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Arbeitsloser lauerte auf dem Damenklo

Wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung ist gestern ein 23-Jähriger aus dem Saar-Pfalz-Kreis zu einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. 2008 hatte er in einer Toilette einer 17-Jährigen aufgelauert.

Saarbrücken/St. Ingbert. Eine Große Strafkammer des Landgerichts hat gestern einen Arbeitslosen (23) aus dem Saarpfalz-Kreis zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Der Angeklagte hatte die Tat während einer laufenden Bewährung begangen.

Sie geschah am St. Ingberter Stadtfest 2008 in der öffentlichen Toilette am Rendezvous-Platz, dem Busbahnhof. Es war kurz vor drei Uhr früh, eine Schülerin wartete mit Bekannten auf den Bus. Als sie noch kurz die Damentoilette aufsuchte, wartete dort der Angeklagte und zerrte sie in eine Kabine.

Freunde überwältigten den Täter

Die junge Frau wehrte sich heftig und schrie um Hilfe. Zum Glück wurden draußen Bekannte aufmerksam. Einer kletterte über die Wand der Nachbarkabine, ein anderer trat die Tür ein. Der Täter wurde überwältigt und zu Boden geworfen. Als einer der Helfer von ihm abließ, um die Polizei anzurufen, gelang dem Täter die Flucht. Doch bald konnte er eingeholt und festgehalten werden, bis die Polizei eintraf.

Vor Gericht bestritt der Angeklagte die Tat nicht, gab aber vor, sich an nichts erinnern zu können. Erst im Polizeigewahrsam sei er wieder zu Bewusstsein gekommen. Dennoch entschuldigte er sich bei der jungen Frau. Tatsächlich hatte er zur Tatzeit gut zwei Promille.

Der rechtsmedizinische Gutachter hielt den Blackout für möglich und damit auch eine Verminderung der Steuerungsfähigkeit. Das Opfer leidet noch immer unter den Nachwirkungen der Tat. Die Staatsanwältin hatte angesichts eine Freiheitsstrafe von drei Jahren gefordert. Der Anwalt des Opfers und der Verteidiger stellten keine Anträge zur Höhe des Strafmaßes. jht




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