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Areal um Saarland-Therme wird erweitert

Die „Glamping“-Häuschen werden auf den Boden aufgeschraubt und sollen so besonders umweltfreundlich sein. Foto: Armadilla/Hilt Design

Die „Glamping“-Häuschen werden auf den Boden aufgeschraubt und sollen so besonders umweltfreundlich sein. Foto: Armadilla/Hilt Design

Es gilt als Tor zur Biosphäre und soll neben dem Bostalsee zum zweiten touristischen Leuchtturm des Saarlandes werden: das Areal mit der Saarland-Therme in Rilchingen-Hanweiler. Bis zur Sommersaison 2017 sollen dort zwölf neue Ferienwohnungen entstehen. Zudem soll „glamouröses Campen“, genannt „Glamping“, möglich sein und der Außenbereich erweitert werden. All das unter dem Slogan „Übernachten im Biosphärengarten“. Rund drei Millionen Euro fließen in den Ausbau. „Die zirka 30 kleinen Wohneinheiten aus ökologisch nachhaltigen Materialien passen sich optisch an die Landschaft an“, sagt Projektleiter Sven Becker von WYRD Gastro in Saarlouis.

 

Neben Becker konnte der Saarbrücker Hotelier Gerd Leidinger als Betreiber der Ferienwohnungen und des „Glampings“ gewonnen werden. „In Kombination mit dem Geschäft in der Innenstadt ist das eine äußerst attraktive Erweiterung für uns“, sagt Leidinger. Er könne sich gut Kombi-Angebote für Touristen vorstellen: „Zwei Tage in der Stadt und drei Tage wandern, entspannen und schlafen in Rilchingen-Hanweiler.“

 

Direkt am Zipfel der Biosphäre gelegen, sei Rilchingen-Hanweiler an sich schon sehr grün, erläutert Becker. Durch die vielen Apfel- und Kirschbäume könnten die kleinen „Glamping“-Häuschen wie auf einer Streuobstwiese stehen. Fest verankert sind diese Einheiten nicht, sie werden auf den Boden aufgeschraubt und sind somit unschädlich für die Umwelt. Das Ziel: ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Natur.

 

Auch die Gastronomie und der Außenbereich werden aufgewertet: In dem angrenzenden Medical-Vital-Center (MVC) soll im Erdgeschoss ein Bistro mit Biergarten entstehen. Neben Wanderwegen und der Natur laden künftig Minigolf, ein Spielplatz sowie eine Eislaufbahn zum Verweilen ein. Auf einem multifunktionalen Platz werde es saisonal Weihnachts- oder Bauernmärkte sowie Flugshows und die Möglichkeit zum Bogenschießen geben, sagt Becker. Er ist sich sicher, dass das Angebot angenommen wird. „Die Saarland-Therme hat 285 000 Besucher pro Jahr, das Fitnessstudio 1200 Mitglieder, und dann sind hier noch Hunderte Wanderer – ich bin also zuversichtlich“, sagt der Projektleiter .

 

Das Konzept gibt dem Gebiet rund um die Saarland-Therme ein neues Gesicht. Zuvor sollte hier ein Reha-Zentrum entstehen. In dem angrenzenden MVC befinden sich heute unter anderem Beautysalon und Fitnessstudio. Ärzte konnten sich dort nicht ansiedeln. „Für zusätzliche Arztpraxen gab es seitens der Ärztekammer keine Zulassung“, erläutert MVC-Geschäftsführer Rainer Walle. Daher sei das Projekt gescheitert. Im ersten Obergeschoss steht eine große Fläche leer, die für rund zwölf Ferienwohnungen genutzt werden soll, das Bistro soll ins Erdgeschoss.

 

Ein geplanter Hotelbau steht seit vier Jahren aus. Zwar gibt es laut Strukturholding Saar immer wieder Interessenten, dennoch müsse auch die Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren vor Ort stimmen. „Es gilt der Grundsatz ‚Sorgfalt vor Schnelligkeit'“, sagt Pressesprecher Ludwin Vogel. Sven Becker hofft, dass der Hotelneubau ähnlich wie das „Glamping“ und die Ferienwohnungen auf das Thema „Biosphäre Bliesgau“ ausgerichtet ist.
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