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Attraktive Lage für Familien und kluge Köpfe

Die zweite Rasenfläche hinter dem ATSV-Sportplatz kann ab Herbst 2011 bebaut werden. Die Erschließung beginnt im Frühjahr.

Die zweite Rasenfläche hinter dem ATSV-Sportplatz kann ab Herbst 2011 bebaut werden. Die Erschließung beginnt im Frühjahr.

Saarbrücken. Das Ziel sei schon seit einigen Jahren klar, sagt Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „kluge Köpfe und Familien mit Kindern in der Stadt zu halten“ oder sogar aus dem Umland in die Stadt zu locken – nicht nur zum Einkaufen und Arbeiten, sondern zum Wohnen. Sie müsse selbstkritisch sagen, dass dieses Ziel nicht immer mit dem Tempo verfolgt worden ist, das hilfreich gewesen wäre, räumte Britz gestern bei der Vorstellung eines neuen städtischen Wohnbauprojekts ein, aber jetzt gehe es in großen Schritten voran.

Im Sommer 2012 sollen auf einem Gelände hinter dem ATSV-Sportplatz auf der Bellevue die klugen Köpfe und Familien einziehen können. Auf einer Fläche von insgesamt 13 000 Quadratmetern sollen etwa 40 Baugrundstücke mit einer Größe von 200 bis 400 Quadratmetern entstehen.

Modell für das Wohngebiet zwischen der Parsevalstraße und der Straße „Am Ordensgut“ ist das Wohnviertel auf dem Gelände der ehemaligen Artilleriekaserne in St. Arnual. Wie die Artilleriekaserne wird das Gebiet, dass die Stadt „Bellevue 2.0“ nennt, von der städtischen Entwicklungsgesellschaft GIU vermarktet. Wie in St. Arnual soll die GIU „eine professionelle Betreuung der Bauwilligen“ sicherstellen, sagt Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer. Mit Hilfe eines Bauleitfadens und eines Gestaltungsbeirats soll ein attraktives Wohngebiet entstehen, in dem Bauherren und ihre Architekten durch vorherige Absprachen mit ihren künftigen Nachbarn planen und bauen, erklärt GIU-Geschäftsführer Jürgen Schäfer. So sind auf dem Gelände zum Beispiel nur begrünte Flachdächer zugelassen. Ansonsten gebe es viel Freiheit. Das Doppel- oder Einfamilienhaus sei ebenso möglich wie das Energie sparende Stadt- oder ein „Hofhaus mit intimem Gartenbereich“. Zwischen 220 und 260 Euro soll der Quadratmeter Bauland kosten.

Beraten werden die künftigen Hauseigentümer nicht nur von der GIU, sondern auch von der Arge Solar. Ziel sei es, Häuser entstehen zu lassen, die möglichst wenig Energie verbrauchen. Außerdem soll möglichst viel Energie durch Solaranlagen und womöglich eine gemeinsam betriebene Holzheizung auf dem Gelände erzeugt werden, sagt Arge-Solar-Geschäftsführer Ralf Schmidt.

Familien sind auch die Zielgruppe von Peter Neufang. Seine Neufang AG beginnt in zwei Wochen mit der Erschließung des zweiten Bauabschnitts auf dem ehemaligen Brauereigelände Am Homburg. 100 Menschen wohnen dort bereits. 100 weitere sollen dazukommen. Auf Kosten der Neufang AG werden Straßen, Kanäle, Wasser- und Stromleitungen verlegt. „Das kostet die Stadt keinen Euro“, sagt Neufang. Sobald die Infrastruktur fertig ist, geht sie in den Besitz der Stadt über.

Um eine alte Kastanienbaumgruppe herum soll dann das neue Wohnviertel entstehen. Die Hälfte der Grundstücke für 15 Ein- und zwei Mehrfamilienhäuser mit 25 Wohnungen sei bereits verkauft, sagt Neufang.

Die Oberbürgermeisterin denkt schon weiter. Sie werde im Stadtrat bald einen neuen Vorstoß zur Bebauung des Franzenbrunnens in Alt-Saarbrücken unternehmen, kündigte Britz gestern an. Diese Bebauung hatte der Rat bisher abgelehnt. Es sieht allerdings so aus, als gäbe es da Bewegung.

Auf einen Blick

Auf der Bellevue in Alt-Saarbrücken können je nach Interesse der Bauherren auf 13 000 Quadratmetern ca. 17 Reihenhäuser, ca. 14 Doppelhaushälften ca. sechs Hofhäuser und zwei bis vier freistehende Einfamilienhäuser entstehen. Die Grundstücke sind 200 bis 400 Quadratmeter groß. Gebaut werden kann voraussichtlich ab Herbst kommenden Jahres.

Die Vermarktung läuft über die städtische GIU Flächenmanagement KG, Tel. (06 81) 85 75-102, E-Mail: Christoph Vogt, c.vogt@giu.de.

Am Homburg in St. Johann können auf 10 000 Quadratmetern 15 Einfamilien- und 2 Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Grundstücke sind 350 bis 620 Quadratmeter groß. Gebaut werden kann voraussichtlich ab Mai kommenden Jahres.

Die Vermarktung läuft über die Püttlinger Firma Werner Kraus Immobilien, Telefon (0 68 98) 6 58 15. ols

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