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Auch Saarbrücker Zootiere genießen den warmen Winter

Saarbrücken. „Wir freuen uns über den warmen Winter“, sagt Richard Francke, der Direktor des Saarbrücker Zoos, als er uns an den Gehegen vorbeiführt, in denen die Tiere ein wenig Wintersonne tanken.

„Die Yaks und Kamele sind den Winter über meist draußen. Aber egal, ob die Tiere draußen überwintern oder nicht – es ist wichtig, dass sie immer einen trockenen Unterstand haben, wohin sie sich zurückziehen können“, erklärt Francke. Je nach Jahreszeit bekommen die Tiere anderes Futter. Für die Yaks gibt’s im Winter meistens Heu, im Sommer eher frisches Gras. Francke: „Auch die Ernährung der Keas sieht im Winter anders aus, sie bekommen dann mehr Eiweiß und Fett, um den winterlichen Temperaturen standhalten zu können.“

Die Keas gehören zu einer Papageienart aus Neuseeland und sind sehr intelligente Tiere. „Zurzeit beherbergt der Saarbrücker Zoo zwei ihrer Art, denn Keas können zwar in Schwärmen leben, sobald sich aber ein Paar zusammengefunden hat, muss man sie getrennt von den anderen halten.“

Als wir am Gehege der tropischen Tiere vorbeikommen, wird uns klar, wie wichtig es ist, dass die Tiere von den Freigehegen aus selbst noch einmal reinkommen können. So halten sich die Tapire oder die tropischen Meerschweinchen aus Südamerika den Winter über eher im Warmen auf, obwohl sie bei Temperaturen, die schon so frühlingshaft sind, auch oft nach draußen gehen. Vor allem die Wildmeerschweinchen haben ihren Gefallen an der Außenanlage gefunden und halten sich gern dort auf, wo sie an Hölzern knabbern oder einfach nur die frische Luft genießen. Am Seehundbecken angelangt, das erst kürzlich neu gebaut wurde, sehen wir, wie die Seehunde sich im Wasser tummeln. Sie sind das ganze Jahr draußen, das Becken kann auf Grund der Bewegung im Wasser nie ganz zufrieren. Francke: „Den Tieren macht die Kälte nichts aus, sie fressen im Winter einfach mehr und lagern sich Winterspeck an.“

Die einzigen Tiere im Zoo, die wirklich Winterschlaf halten, sind die Europäischen Landschildkröten, welche zurzeit in Laubkisten im Kühlhaus untergebracht sind. Die Tiere überwintern drei bis dreieinhalb Monate in ihren Kisten und werden erst wieder Ende Februar in ihre Gehege gelassen. „Bei den Kamelen kann man den Unterschied zwischen Sommer- und Winterfell sehr gut sehen“, demonstriert Francke lachend. Während bei dem männlichen Kamel namens Khalif lange, dunkelbraune Zotteln zu sehen sind, sieht Weibchen Soraya mit ihrem kurzen, hellen Sommerfell noch wie ein gewöhnliches Kamel aus.

Die Gorillas verbringen den ganzen Winter in ihrem Gehege. Francke: „Wir sind gerade dabei, eine große Freianlage anzubauen und hoffen, dass wir im Herbst fertig sind, damit die Gorillas auch noch davon profitieren können.“ Auch die Schimpansen freuen sich über jeden schönen Tag und halten sich bei gutem Wetter oftmals draußen auf, um sich zu sonnen. Zum Schutz der Erdmännchen müssen die Pfleger allerdings einen kleinen Trick anwenden. Francke: „Die Erdmännchen werden drinnen gefüttert, damit wir sie reinbekommen, wenn es zu kalt wird. Denn eigentlich sind sie recht kälteempfindlich.“

„Egal, wie tropisch die Tiere hier sind, die meisten sind schon seit Generationen in Europa und haben sich akklimatisiert. Schade, dass es die ganzen Ferien über geregnet hat“, sagt der Zoodirektor: „Jetzt, wo die Schule wieder angefangen hat, kommt die Sonne raus. Bei diesem Wetter wären bestimmt einige Eltern mit ihren Kindern in den Zoo gekommen.“

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