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Auch im Alter kraftvoll zubeißen

Saarbrücken. Die Zahnärztekammer sowie die Universitätsklinik für Prothetik und Werkstoffkunde haben gestern ihr Projekt "Alterszahnheilkunde" vorgestellt. Ziel ist die Verbesserung der Zahngesundheit bei älteren Menschen, insbesondere bei pflegebedürftigen Senioren.

"In dem Bereich müssen wir etwas tun", sagte Gesundheitsminister Gerhard Vigener im Vorfeld des saarländischen Zahnärztetages, der am Freitag in der Saarbrücker Congresshalle begann. Deshalb unterstütze das Ministerium das Projekt.

Denn die Zahlen sind alarmierend: Laut einer Studie von Dr. Mohammed Abed-Rabbo, Oberarzt der Universitätsklinik für Prothetik und Werkstoffkunde, haben etwa zwei Drittel aller pflegebedürftigen Senioren im Saarland schlechte Zähne. Ein großes Problem, denn der Satz "an schlechten Zähnen stirbt man nicht" sei falsch, sagt Dr. Wolfgang Weis, Ehrenvorsitzender der Ärztekammer und Beauftragter für Alterszahnheilkunde: "Es besteht ein Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und allgemeiner Gesundheit."

Das Projekt sieht daher vor, vor allem beim Pflegepersonal in Altenheimen ein Bewusstsein für das Thema Mundhygiene zu schaffen. Dazu sollen Altenpfleger, aber auch pflegende Angehörige in der Zahn-, Mund- und Zahnersatzpflege geschult werden. Denn pflegebedürftige Senioren können sich oft nicht mehr selbst um die Pflege ihrer Zähne oder Prothesen kümmern.

Bis Ende 2010 soll es in allen 130 saarländischen Altenheimen sowie bei den 120 ambulanten Pflegediensten jeweils anderthalbstündige Schulungen geben. Die richten sich auch an nicht pflegebedürftige Bewohner. Zusätzlich kündigten die Initiatoren des Projektes öffentliche Informationsnachmittage an.

Neben Assistenzärzten der Uniklinik und Medizinstudenten haben 130 saarländische Zahnärzte ihre Mitarbeit an dem Projekt zugesagt. Finanziell, materiell und logistisch unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Saarländischen Pflegegesellschaft, von Pflege- und Krankenkassen sowie von Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

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