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Auf dem Saarbrücker Rodenhof gibt's ab Februar Stau

Saarbrücken. Für die Anwohner des Rodenhofs wird 2010 ein hartes Jahr. Sie müssen sich ab Februar auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen, die bis zum Dezember dauern. Der Grund sind zwei Großbaustellen des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) und der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) am Sittersweg und in der Grülingsstraße, die ab Februar eine Änderung der Verkehrsführung notwendig machen. Das teilt Rolf Schneider von der Straßenverkehrsstelle des Ordnungsamts mit.

Im Februar wird der Sittersweg und ab März/April auch die Grülingsstraße jeweils in einem Teilabschnitt zur Einbahnstraße. Das Wohngebiet kann dadurch vom Ludwigsbergkreisel aus über die Grülingsstraße, die Heinrich-Koehl-Straße, die Jägersfreuder Straße und den Sittersweg nur im Ringverkehr befahren werden.

Schon 2009 war der Sittersweg im selben Abschnitt wegen ZKE-Bauarbeiten eine Einbahnstraße. Wie im vergangenen Jahr müssen Autofahrer mit langen Staus, vor allem auf der Grülingsstraße, und die Anwohner der Heinrich-Koehl-Straße und der Jägersfreuder Straße mit einer größeren Verkehrsbelastung rechnen.

Im Februar beginnt der ZKE, sofern es das Wetter erlaubt, mit der Sanierung des Regen- und Schmutzwasserkanals im Sittersweg und in der Jägersfreuder Straße. Hatte der ZKE die Dauer der Bauarbeiten zunächst auf acht Monate veranschlagt, so geht er jetzt von zehn Monaten aus. Die längste Baustelle erwartet der ZKE am Sittersweg zwischen den Abzweigungen der Grülings- und der Ziegel- sowie Jägersfreuder Straße. Hier muss ein neuer Abwasserkanal in rund zehn Meter Tiefe verlegt werden. Der Verkehr fließt hier einspurig bergab. „Für den Busverkehr wird sich die Streckenführung nicht ändern“, betont Schneider. Eine Ampel an der Busspur erlaubt es, dass Busse den Sittersweg in beiden Richtungen befahren können. Das ist auch für die 2000 Schüler wichtig, die die drei Schulen auf dem Rodenhof besuchen. „Die Zufahrt zur Ziegelstraße bleibt frei“, versichert Schneider.

Schutz vor dem Lärm

Nachdem die neue Erschließungsbrücke, die die Grülingsstraße mit dem Quartier Eurobahnhof verbindet, fertig ist, geht es nun an den Bau des Verkehrskreisels. Außerdem wird in diesem Bereich nördlich der Straße eine 170 Meter lange Lärmschutzwand errichtet. Die städtische Gesellschaft GIU rechnet damit, dass diese Bauarbeiten acht Monate dauern.

Ab dem Sittersweg ist die Grülingsstraße dann nur in eine Richtung befahrbar, bis zur Einmündung der Lützelbachstraße. Dann kann der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen. Dadurch erreiche man, dass das Wohngebiet vom Baustellenverkehr weitgehend verschont bleibe, sagt Schneider. „Die Zufahrt zur Kreiselbaustelle kann über den Ludwigsbergkreisel erfolgen, die Abfahrt über die Johannesbrücke.“

Auf der Grülingsstraße wird der Baustellenverkehr aber auch deswegen zunehmen, weil die GIU nach eigenen Angaben 2010 mehrere große Bauprojekte auf dem Quartier Eurobahnhof startet. Die jetzige Planung sei in Abstimmung mit der Polizei, dem Öffentlichen Personennahverkehr, der GIU und dem ZKE erfolgt, erklärt der Vertreter des Ordnungsamts. Man habe die Verkehrsführung gewählt, die die Bürger „am wenigsten beeinträchtigen wird“.

Saarbrücken. Bei einem Gespräch am Runden Tisch mit der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) hatten Anwohner und Vertreter von Rodenhofer Vereinen und Kirchengemeinden kürzlich Alternativen zur Verkehrsführung im Baustellenjahr gemacht. Keiner davon wurde im jetzigen Plan berücksichtigt. Um ein Verkehrschaos zu vermeiden, müsse die Grünphase für die Linksabbieger von der Grülings- in die Heinrich-Koehl-Straße verlängert werden. Das sei unabdingbar, erklärten die Anwesenden beim Runden Tisch auf dem Rodenhof. Denn dieses Nadelöhr müssen ab Februar nahezu alle Rodenhofer passieren, die in das Wohngebiet fahren wollen. Bisher sei eine längere Ampelphase nicht geplant, sagt Rolf Schneider von der Straßenverkehrsstelle des Saarbrücker Ordnungsamts: „Das wird noch geklärt. Wir haben bisher auch noch nicht vor, in der Heinrich-Koehl-Straße etwas zu ändern.“ Auch darüber machen sich die Rodenhofer große Sorgen. In dieser Straße, in der das Verkehrsaufkommen zunehmen wird, kämen die Autos schon jetzt wegen der auf beiden Seiten parkenden Pkw nur im Slalom aneinander vorbei. Schneider erklärt dazu: „Wir werden das erstmal beobachten. Denn jeder Eingriff würde bedeuten, Parkplätze abzuziehen.“ sbu

Für Rückfragen steht der Bürgerbeauftragte der Stadt Saarbrücken, Robert Mertes, zur Verfügung: Tel. (06 81) 9 05 10 01.

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