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Auf der Suche nach alten Zeiten

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Merzig-Wadern. Einer der bekanntesten Romane der Gegenwart stammt von Marcel Proust und trägt den Titel „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Auf die Suche nach lange vergangenen Zeiten begibt sich nun auch das Merziger Museum Schloss Fellenberg: Es erstellt ein Inventar über nicht mehr existierende Geschäfte und Firmen im Landkreis Merzig- Wadern und bittet dafür die Einwohner des Kreises um Mithilfe. Im Laufe der Jahre hat sich das Aussehen der Orte im Landkreis Merzig-Wadern erheblich verändert. Viele Bauten, die prägend für das Ortsbild waren, sind verschwunden. Dies gilt auch für im Ort ansässige Geschäfte und Betriebe, die mit zum Ortsbild und zur Orts-Atmosphäre beigetragen haben. In kleineren Orten war dies meist ein Lebensmittelgeschäft, in dem es von der Briefmarke bis zu Strümpfen alles gab. Aber auch größere Geschäfte oder Firmen verschwinden immer mehr. Manche sind gar nicht mehr bekannt, und nur wenige wissen, dass es solche Geschäfte oder Firmen überhaupt einmal in Merzig, Wadern oder im Landkreis gab. Vieles gerät ganz schnell in Vergessenheit. Aus diesem Grund wird im Museum Schloss Fellenberg ein Inventar erstellt. Erfasst werden hier alle Geschäfte und Firmen, die es nicht mehr gibt. Das hat die Museumsleiterin Ingrid Jakobs angekündigt.

Aus den Einsendungen soll im Herbst eine Ausstellung im Museum zusammengestellt werden. Wer weiß zum Beispiel noch, dass es in der Stadt Merzig vor Jahren mehrere Radio-Geschäfte gab, dass an der Ecke Schankstraße/Zur Stadthalle das Eisen-und Haushaltswarengeschäft N. Baltes stand und das Eisenlager dieser Firma in der Straße Zur Stadthalle war, heute ist dort ein Parkplatz, oder dass es in der Poststraße die Metzgerei Peter Römer gab? An der Kreuzung Brauerund Schankstraße, dort steht heute der Saarfürstbrunnen, war einst das Kolonialwarengeschäft Pasquay & Lindner. Alles vergessen? Am Merziger Kirchplatz Nr. 5 war jahrelang die Medizinal- Drogerie Renzel, links daneben die Konditorei Orth mit herrlichem Sandkuchen und legendärem „Thusneldakuchen“ und rechts daneben das Lebensmittelgeschäft Asko. In Merzig gab es mehrere Cafés wie zum Bei- An Betriebe und Geschäfte, die es einmal im Kreis gab, will das Museum Schloss Fellenberg erinnern. Aus alten Dokumenten soll eine Ausstellung entstehen. Das Museum bittet die Bürger um Mihilfe. spiel Café Schmohl und Café Erbacher/Weinand, beide in der Schankstraße, und Café Thewes in der Postraße, Café Simon in der Trierer Straße. In der Poststraße verkaufte das Kerzenhaus Bannweg neben Kerzen auch alles rund um die Erste Heilige Kommunion. Vor einigen Jahren wurde das Geschäft geschlossen, früher war daneben das Kino Skala Theater und daneben das Hotel- Restaurant Kaiserhof. Aber solche Beispiele gibt es nicht nur in Merzig, sondern in vielen anderen Orten des Kreises. Oder kennt noch jemand das Pavillon-Restaurant in Mettlach? In Losheim gab es einst das Lebensmittelgeschäft Rewe, die Metzgerei Antz oder die Darlehenskasse in der Trierer Straße, die heutige Volksbank Untere Saar. „Und vielleicht weiß jemand noch, wann und in welchem Ort die erste Pizzeria im Landkreis eröffnet wurde?“, will Museumsleiterin Ingrid Jakobs wissen. Bei vielen dieser Geschäfte trifft nach Ansicht von Jakobs das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ zu. Doch da will das Museum entgegensteuern. Die Museumsleiterin: „Die Bevölkerung aus dem Kreis wird um Mithilfe gebeten. Gesucht werden neben dem jeweiligen Geschäftsnamen, der Branche, Namen der Betreiber/ Besitzer auch alte Fotos, alte Werbungen – einfach alles rund um die Firma.“ „Alle Informationen, die an das Museum gehen, werden auf Wunsch vertraulich behandelt und die Unterlagen werden selbstverständlich wieder zurückgegeben“, sagt Ingrid Jakobs zu.
Weitere Infos unter Telefon (0 68 61) 79 30 30.
Im Internet: www.museumschloss-fellenberg.de
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