A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Neunkirchen/Spiesen und AS Neunkirchen-Heinitz Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle (15:26)

A8

Priorität: Sehr dringend

10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Aufatmen: Kein Lokführer-Streik bis Dienstag

Frankfurt/Berlin. Durchatmen im Tarifkonflikt bei der Bahn: Bis einschließlich kommenden Dienstag bleiben Pendler und Unternehmen von weiteren Streiks der Lokführer verschont. Allerdings forderte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bis dann ein verbessertes Angebot von den Arbeitgebern. Bleibt dies aus, sind in der nächsten Woche neue Streiks zu erwarten. Die Standpunkte beider Seiten änderten sich am Freitag nicht. „Auch nach drei Warnstreiks und den gestrigen Arbeitskampfmaßnahmen im Güter- und Personenverkehr haben sich die Arbeitgeber noch kein Stück bewegt“, erklärte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky, in einer Mitteilung. „Noch immer liegt uns kein verhandlungsfähiges Angebot vor.“



Einheitliche Tarifstandards für etwa 26?000 Lokführer

Dies bestritt die Deutsche Bahn. „Wir wissen wirklich nicht, wie viele Angebote wir noch machen sollen“, sagte gestern eine Sprecherin des Unternehmens. Die GDL solle aufhören, Falsches zu behaupten. „Wir verweigern uns nicht. Im Gegenteil.“ Die Bahn habe „die wesentlichen Forderungen erfüllt“. Nun solle die GDL „erst einmal sagen, was sie konkret will, und an den Verhandlungstisch zurückkehren.“ Ein GDL-Sprecher sagte hingegen: „Wenn uns bis Dienstag Mitternacht kein Angebot vorliegt, behalten wir uns weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor.“ Die GDL will einheitliche Tarifstandards für etwa 26?000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen – egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Eine Kernforderung sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie fünf Prozent Aufschlag – auch bei den großen Bahn-Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn.


Gespräch vorgeschlagen

Die Bahn hat zuletzt in einem Schreiben vom vorigen Montag Weselsky ein Gespräch vorgeschlagen. Darin bot sie der GDL erstmals an, einen Rahmentarifvertrag für Lokführer auch schon abzuschließen, bevor sich die Gewerkschaft mit der Mehrzahl der Bahn-Konkurrenten geeinigt hat. Das jüngste Tarifangebot der Bahn enthält eine Einkommenserhöhung von rund fünf Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten.

„Der Abschluss ist in Sicht“

Bewegung gibt es indes bei den Verhandlungen mit vier privaten Güter-Bahnunternehmen. ). „Der Abschluss ist in Sicht“, sagte Weselsky. Er erwarte für kommenden Mittwoch einen Vertragsabschluss. Die privaten Güterbahnen sollen nach Vorstellung der GDL in den Flächentarifvertrag eingebunden werden. Ursprünglich hatte die GDL mit sechs Bahnen verhandelt, die zusammen etwa 400 Lokführer beschäftigen. Zwei von ihnen stiegen aus der Tarifrunde aus

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein