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Aufatmen: Saargummi vorerst gerettet

Wadern/Frankfurt. In einem neunstündigen Verhandlungsmarathon haben sich die Gläubiger, die beteiligten Banken und Automobilkunden, am Montag in Frankfurt auf ein Konzept zur Rettung der angeschlagenen Saargummi-Gruppe verständigt. Dies teilte das Unternehmen gestern mit. „Insgesamt werden das beteiligte Bankenkonsortium und die Automobilkunden nun Soforthilfen in zweistelliger Millionenhöhe zur Verfügung stellen“, sagte Jean-Olivier Boghossian, einer der beiden vorläufigen Insolvenzverwalter. Dieser Betrag werde ausreichen um den Weiterbetrieb vorerst zu sichern.



Mehrere Millionen Euro kommen demnach dem Hauptstandort in Wadern-Büschfeld zugute, wo hauptsächlich Gummi-Dichtungen für Autos hergestellt werden. Dort sind insgesamt mehr als 1100 Mitabeiter tätig – etwa ein Drittel der gesamten Saargummi-Belegschaft weltweit. Sie produzieren auch Dichtungssysteme für Fenster, Fassaden und Dächer sowie Schuhsohlen und Teile für Hydraulik und Sicherheitstechnik.

1100 Mitabeiter in Wadern-Büschfeld

Die Gläubiger hätten dem Saarbrücker Anwalt Boghossian die Aufgabe übertragen, nach einem Investor für die gesamte Gruppe zu suchen – in Abstimmung mit dem zweiten Insolvenzverwalter, Udo Gröner. Es habe bereits Gespräche mit möglichen Käufern gegeben, sagte Boghossian, der für die international tätige Kanzlei Schultze & Braun arbeitet. Dabei handele es sich um Interessenten aus der Autozuliefer-Branche, die ein langfristiges Engagement bei Saargummi anstrebten. Boghossian rechnet damit, „dass in den nächsten Tagen noch weitere Interessenten aus der Deckung kommen werden“.

Auslandsgesellschaften mittelbar von Saargummi- Insolvenz betroffen
 
Am 5. November hatte die in Büschfeld ansässige Autozuliefer-Sparte Saargummi Deutschland GmbH Insolvenzantrag gestellt, eine Woche später war die Saargummi GmbH gefolgt, die Muttergesellschaft der gesamten Gruppe. Die Auslandsgesellschaften und die Sparten, die nichts mit der Autoindustrie zu tun haben, sind selbst nicht pleite, jedoch mittelbar von den beiden Insolvenzen betroffen. mzt

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