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Aufatmen im Saarland: Warum die schweren Niederschläge ausblieben

Saarbrücken. Die schweren Niederschläge, die die Meteorologen Ende letzter Woche für das Saarland vorausgesagt hatten, sind ausgeblieben. Statt Überflutungen und Erdrutschen, wie angekündigt, gab es am Wochenende zwar Dauerregen. Doch diese Regenfälle hatten im Saarland und in den benachbarten Regionen keinesfalls katastrophenähnliche Ausmaße, wie zunächst befürchtet. Zur Erklärung sagte Dominik Jung, Meteorologe vom Wetterdienst „Q.met“, unserer Zeitung: „Im Vorfeld gingen wir davon aus, dass an einigen Punkten in der Region rund 150 Liter Regen pro Quadratmeter herunterkommen könnten. Doch das war trotz der großen Genauigkeit kurzfristiger Vorhersagen sehr unsicher.“ Schuld daran war ein Tiefdruckgebiet namens „Yvette“, das sich entlang der deutsch-französischen Grenze bewegen sollte.

Inzwischen zeigen die Beobachtungen der Wetterstationen, dass die Wolken übers Wochenende das meiste Wasser in Ostfrankreich und Belgien abgeladen haben. Deutlich über 50 Liter in Reims, Nancy und Lüttich. In Ensheim waren es knapp 50. Und jene unwetterartigen Mengen, die in kurzer Zeit für Überschwemmungen sorgten, kamen in Kopenhagen vom Himmel.

Zum Regen machte auch gestern noch der Deutsche Wetterdienst darauf aufmerksam, „dass eine detaillierte zeit-räumliche Vorhersage der Niederschlagsereignisse sowie deren Intensität mit großen Unsicherheiten versehen ist“. Deshalb gilt auch künftig der Grundsatz: Vielleicht wird es ja nicht so schlimm.
gf
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