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Aufschwung: Handwerker haben viele Aufträge

Saarbrücken. Das saarländische Handwerk hebt seine Wachstumsprognose an: Für 2011 wird ein Umsatz-Plus von 1,5 bis 2,0 Prozent bei leicht steigender Beschäftigung erwartet. Das teilte die Handwerkskammer (HWK) gestern bei ihrer Frühjahrs-Pressekonferenz mit. Im Dezember hatte die Prognose noch bei einem Zuwachs von einem Prozent gelegen. Weil jeder zweite Handwerksbetrieb im Land direkt oder indirekt mit der energetischen Gebäudesanierung beschäftigt ist, setzen diese Branchen vor allem auf die Energiewende. Aber auch im Kfz-Bereich und in den konsumnahen Handwerken (Bäcker, Metzger, Friseur, Optiker) läuft es derzeit rund.

„Die Stimmung ist ausgesprochen gut. Volle Auftragsbücher sorgen für Optimismus“, sagte HWK-Präsident Hans-Alois Kirf. Mehr als 90 Prozent der 300.000 Wohngebäude im Saarland seien älter als 25 Jahre, deshalb gebe es einen enormen Nachholbedarf an fachgerechter Sanierung. Schließlich könne man dadurch bis zu 70 Prozent Energie sparen. Würde nur jedes zweite Gebäude im Saarland mit einem Aufwand von etwa 10.000 Euro saniert, käme man auf Investitionen von 1,5 Milliarden Euro, rechnete Kirf vor. Er forderte mehr steuerliche Anreize und Förderprogramme für die Sanierung von Wohnhäusern.

Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die 11.772 saarländischen Handwerksbetriebe mit ihren 68.000 Beschäftigten rund 5,2 Milliarden Euro Umsatz, wie HWK-Hauptgeschäftsführer Georg Brenner mitteilte. Das waren knapp 2,5 Prozent Umsatz und Beschäftigung weniger als im Jahr zuvor, doch seit dem letzten Quartal 2010 geht es wieder spürbar aufwärts. Sorgen macht der Branche jedoch das weiterhin hohe Ausmaß der Schwarzarbeit; ihr Umsatz an der Saar wird auf drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Auch der Fachkräfte-Mangel macht sich im Land zunehmend bemerkbar. Kammer-Präsident Kirf nannte es eine „Wachstumsbremse“, dass in Branchen wie dem Elektrohandwerk bereits rund 87 Prozent der Betriebe Probleme hätten, gute Fachkräfte zu finden. „Dabei ist eine Qualifizierung für Betrieb wie Beschäftigte die beste Voraussetzung für gute Geschäfte“, erklärte Hauptgeschäftsführer Brenner. Er verwies darauf, dass die Kammer erst kürzlich 4,1 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Ausbildungsstätten investiert habe.

Die Zahl der Lehrlinge legte im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent zu, beliebteste Ausbildungsberufe waren Kfz-Mechatroniker, Friseur, Anlagenmechaniker, Elektriker sowie Maler und Lackierer. Unter den Handwerksbetrieben gab es die meisten Zuwächse in den Bereichen Friseur, Maler und Lackierer, Fliesen- und Plattenleger sowie bei den Gebäudereinigern und den Fotografen.
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