L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Aufwendige Sanierung am Schlossberg abgeschlossen

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. „Wir hatten hier am Schlossberg mit der früheren Abgrenzungsmauer einen untragbaren Zustand“, Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) ließ gestern bei der offiziellen Vorstellung der 810 000 Euro teuren Sanierungsmaßnahme der Stützmauer im oberen Bereich der Zuwegung zum Schlossberg, der Schlossberghöhenstraße unterhalb der Ruine der Hohenburg, keinen Zweifel an der absoluten Notwendigkeit der Baumaßnahme: „An dieser Stelle war die Sicherungssituation nicht mehr vertretbar, wir hätten die Zufahrt schließen müssen.“ Diese Gefahr ist nun gebannt, mit einer umfangreichen Konstruktion aus Beton, so genannten Gabionenkörben (Drahtkörbe mit Steinfüllung) und Sandsteinen wurde der Hang in Richtung der tiefer liegenden Schlossbergbebauung abgesichert.

Fast ein Jahr dauerten die umfangreichen Baumaßnahmen. Lange hätten Stadtrat und Verwaltung beraten und geprüft, welche Lösung sich an dieser auch als Aussichtspunkt bedeutsamen Stelle anbieten würde. „Es ging darum zu ermitteln, wie wir die Fundamente gegen zukünftige Bergbewegungen absichern können“, so Schöner. „Es hat sich dabei gezeigt, dass es sich bei diesem Unterfangen um kein kleines Vergnügen handelt.“ Dabei sei auch die Optik dieses Bereichs des Schlossbergs Gegenstand der Überlegungen gewesen und hätte einen nicht unbeträchtlichen Teil der Kosten verursacht.

Schöner: „Das waren heiße Diskussionen im Stadtrat.“ Die hatten letztendlich zu einer rund 300 000 Euro teureren Variante mit Sandsteinen als Befestigungskrone geführt „im Gegensatz zur rein statischen Umsetzung. Aber wir haben uns dann auf diese Lösung geeinigt, die man heute hier sehen kann.“ Eben diese Lösung erläuterte Roland Lupp vom Amt für Hochbau, Tiefbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Homburg. Und Lupp machte klar, dass die Absicherung der Straße durch die neue Stützkonstruktion keine leichte Aufgabe war. „Es mussten spezielle Bohrpfähle in den Grund getrieben werden. Auf diese Pfähle wurde ein Fundamentbalken betoniert. Auf diese Konstruktion wurden die Gabionenkörbe aufgesetzt. Diese Gabionenkörbe nehmen die Last des Hanges auf. Als Absturzsicherung wurde schließlich die Sandsteinmauer gesetzt.“ Bauingenieur Walter Loos vom Ingenieurbüro Loos-Zimmer- Weber aus Homburg, der für die Konstruktion verantwortlich zeichnet, bewertete die umfangreiche Baumaßnahme als eine, die zu Beginn einfacher ausgesehen hätte, als es ein Bodengutachten später verdeutlichte. So hätte sich gezeigt, dass der Aufbau des Hanges vor allem aus wenig belastbarem Schutt bestehe „der jederzeit wegrutschen kann.“ Dies hätte die aufwendigen Arbeiten nötig gemacht.

Zusammen mit der Sanierung wurden auch die Schlossberghöhenstraße und die dortigen Parkflächen instand gesetzt. Auch die Entwässerungssituation wurde durch den Einbau zusätzlicher Straßenabläufe verbessert.

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