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Augen auf bei Altkleidercontainern - viele davon wurden illegal aufgestellt



St. Wendel/Tholey. Container, in denen alte Kleider oder Schuhe gesammelt werden, gibt es im Landkreis St. Wendel viele. Doch nicht alle sind von seriösen Hilfsorganisationen aufgestellt worden. Leser-Reporter Martin Backes hat in den vergangenen Wochen einen Zuwachs an Kleidercontainern an den Straßen im Landkreis bemerkt. Das Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) befürchtet, dass damit wichtige Spenden für Hilfsorganisationen wie der Lebenshilfe, Malteser oder das DRK verloren gehen.

Die Lokalredaktion St. Wendel der Saarbrücker Zeitung hat stellvertretend bei zwei Kommunen im Landkreis nachgefragt, ob es Probleme mit illegal aufgestellten Containern gibt. Eric Hülsberg von der Gemeinde Tholey bestätiget: „Dieses Jahr wurden zwei Kleidercontainer ohne Genehmigung in der Gemeinde aufgestellt.“ Einer davon stehe in Tholey hinter den Einkaufsmärkten. Dieser sei von einer privaten Firma, welche bereits aufgefordert wurde, diesen zu entfernen. „Sollte dies in wenigen Wochen nicht der Fall sein, werden sie auf Kosten der Firma von der Gemeinde entfernt“, versicherte Eric Hülsberg.

Schon im vergangenen Jahr hat eine Firma, die bereits in einigen Städten ein Sammlungsverbot erhalten hat, drei solcher Sammelcontainer aufgestellt. Diese wurden jedoch nach einer Ermahnung vonseiten der Gemeinde entfernt. Dieses Problem kennt auch Hans-Jürgen Rauber, stellvertretender Umweltbeauftragter in St. Wendel. Hier werden ebenfalls Kleidercontainer ohne Genehmigungen von der Stadt oder Grundstücksbesitzern aufgestellt. Dabei handelt es sich um dieselbe Firma wie in der Gemeinde Tholey. Auch von St. Wendel hat diese bereits ein Schreiben zur Zwangsentfernung erhalten. Sollten jedoch immer wieder Container dieser Firma aufgestellt oder nicht entfernt werden, könne das Landesamt für Umweltund Arbeitsschutz eingeschaltet werden, welches nach Prüfung der Fakten ein Bußgeld auferlegen kann.

Doch das Geschäft mit Altkleidern scheint sich zu lohnen. „Pro Gewichtstonne verdienen die Firmen rund 400 Euro damit“, weiß Hans-Jürgen Rauber. Als der Preis für Altkleider vor einigen Jahren niedriger wurde, kümmerten sich die Privatfirmen nicht mehr um ihre Container, woraufhin Säcke mit Kleidern einfach neben die überfüllten Container gelegt wurden. Die Folge: Die Aufräumarbeiten blieben an der Stadt hängen. „Natürlich gibt es auch private Firmen, die ihre Arbeit ebenfalls seriös durchführen“, erklärt Hans-Jürgen Rauber. Diese sind allerdings bei der Umwelt- und Arbeitsschutzbehörde gemeldet und haben Genehmigungen von Kommunen oder Grundstücksbesitzern.

Die Sammelcontainer der privaten Firmen unterscheiden sich oft nicht von den Altkleiderboxen der Hilfsorganisationen. Deshalb sollte man auf entsprechende Aufkleber achten und sich im Internet informieren. Ebenfalls problematisch seien die allseits bekannten Wurfzettel und Körbe, die vor der Haustür abgestellt werden, sagt Hans-Jürgen Rauber. Auch hier gelte: Erst recherchieren, dann spenden. Außerdem wird vonseiten der Stadt versucht zu helfen. „Wir stellen den Caritasverbänden kostenlose Stellplätze für ihre Kleidercontainer zur Verfügung“, erklärt Hans-Jürgen Rauber. Und auch den Grundstücksbesitzern soll geholfen werden. Diese werden gebeten, sich bei unerlaubtem Aufstellen von Containern bei der Stadt zu melden. Dann könne gemeinsam nach einer Lösung gesucht werden. 

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserem Lese- Reporter Martin Backes.
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