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Aus für Herzchirugie in Metzer Klinik

Metz. Für großes Aufsehen hat in Metz zu Wochenbeginn ein behördlicher Akt der regionalen Gesundheitsagentur (Agence Régionale de Santé – ARS) gesorgt. Denn die ARS hat die Abteilung für Herzchirurgie des Krankenhauses Bon Secours in Metz kurzerhand geschlossen. Wie die Metzer Zeitung Républicain Lorrain berichtet, wurde die Schließung mit angeblich kritischen Zuständen auf der Station begründet. Gegenüber der Zeitung sagte ARS-Chef Jean-Yves Grall: „Wir haben bemerkt, dass die Sterblichkeitsziffern dieser Abteilung im Jahr 2009 stark anstiegen, was sich auch in diesem Jahr so fortgesetzt hat.“ Mit anderen Worten: Die Zahlen der Patienten, die nach einer Behandlung auf dieser Station für Herzchirurgie starben, sollen einfach zu hoch gewesen sein.

„Auf dieser Station“, so Grall weiter, „liegt die allgemeine Sterblichkeitsrate bei 11,2 Prozent, während sie sonst in den Kliniken auf nationaler Ebene 6,8 Prozent beträgt.“ Den Austausch von Herzklappen überlebten auf der Station 19,1 Prozent der Patienten nicht, während der entsprechende Durchschnitt in Frankreich mit 6,4 angegeben werde. Auch nach Bypass-Operationen übersteige die Sterblichkeitsquote mit 4,8 Prozent das sonst übliche nationale Level um 1,4 Punkte. Nachdem Experten die Zahlen überprüft hätten, sei nun die Entscheidung zur Schließung der Station in der Klinik Bon Secours getroffen worden.

Der betreffende Arzt wehrt sich gegenüber den Medien mit dem Hinweis, dass die Gesundheitsagentur weder das Alter seiner Patienten noch die Schwere ihrer Erkrankung bei ihren Untersuchungen in Rechnung stelle.

Kritik kommt auch von den Gewerkschaften, die darauf hinweisen, dass die Gesundheitsagentur die einzige öffentliche Station für Herzchirurgie geschlossen habe, in der auch 80- und 90-jährige Patienten behandelt worden seien. Jetzt existiere nur noch eine Station in einer Privatklinik. gf


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