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Ausbau der A 8 soll vier Jahre dauern: Gegenverkehr im Pellinger Tunnel

Die Rodungsarbeiten im Bereich der Brücke bei Weiler sind beendet. Das Holz wird abgefahrenFotos: Rolf Ruppenthal

Die Rodungsarbeiten im Bereich der Brücke bei Weiler sind beendet. Das Holz wird abgefahrenFotos: Rolf Ruppenthal

Der Bund hat die Gegenläufigkeit im Pellinger Tunnel genehmigt: Diese Neuigkeit bringt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zum Parkplatz am Friedhof von Weiler mit, als sie und Verantwortliche des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) am Freitagmorgen über die nächste Phase des Ausbaus der A8 informieren. Rund 3,2 Millionen nennt sie als Kosten. Jetzt muss der rund 600 Meter lange Tunnel nach den Worten von Stephan Schlemmer, im Wirtschaftsministerium zuständig für Straßenbau , entsprechend umgebaut werden – im Zuge der Komplettierung der Autobahn. Als Beispiel für die Arbeiten, die dafür anstehen, nennt er unter anderem die Änderung der Entlüftungssteuerung.

Seien diese Korrekturen abgeschlossen, könnten die Arbeiten im Tunnel bei einspuriger Verkehrsführung laufen, wie LfS-Sprecher Klaus Kosok ergänzt. Dies entlaste die Anwohner an der Umleitungsstrecke, ist sich die Ministerin sicher. Schwemlingens Ortsvorsteherin Maria Bänsch-Schnur, und Kurt Robinius aus Tünsdorf, die bei Sanierung der Autobahn 2009 Mitbegründer der Bürgerinitiative „ Pellinger Tunnel – Sicherheit an der L 170“ waren, vernehmen die Nachricht mit Freuden. „Das war eine der Forderungen, die wir damals gestellt haben.“ Einen Unterschied im Vergleich zu damals haben beide schon ausgemacht: „Wir werden beteiligt und erhalten Informationen. Auch ist ein Verantwortlicher mit vor Ort, der entscheidet.“

Derweil steht für Anke Rehlinger fest: Mit dem vierspurigen Ausbau der A8 zwischen Schwemlingen und Wellingen, den sich der Bund rund 44,1 Millionen Euro kosten lässt, wird dieser Streckenabschnitt an aktuelle Ausbaustandards für Autobahnen angepasst. „Das bedeutet, dass bei einer Fernautobahn wie der A8 eine Fahrbahnbreite von zwei Metern zur Verfügung stehen muss.“ Werden künftig Baustellen eingerichtet, so kann laut Ministerin der Standstreifen mitgenutzt werden, so dass so wenig Verkehrsbehinderungen zu erwarten sind. Zudem kündigt sie auch eine Erweiterung des Rastplatzes Weiler-Süd an. Damit werde das Problem, zu wenig Rastplätze zu haben, beseitigt. Was sie freut: Diese Investition kommt saarländischen Betrieben zu Gute, die Aufträge erhalten.

An erster Stelle steht für Rehlinger die Sicherheit der Anlieger entlang der Umleitungsstrecke. Elf Ampeln sollen den Verkehr regeln und Gefahrenpunkte für Anwohner der betroffenen Orte ausschalten. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Belastung durch erhöhtes Verkehrsaufkommen so gering wie möglich bleibt.“ So soll die Autobahn nach Darstellung von Klaus Kosok und Bauleiter Patrick Colbus in den rund vier Jahren sieben Wochen lang gesperrt werden – für die Einrichtungen von Baustellen etwa und für die Rodungsarbeiten. Diese sollen voraussichtlich am 21. Februar abgeschlossen sein. An diesem Wochenende gibt es auch der A8 freie Fahrt. „So kann sich der Fastnachtsumzug in Schwemlingen wie gewohnt durch die Straßen schlängeln.“

Auf die Frage von Bänsch-Schnur nach einer Auf- und Abfahrt bei Wellingen sagte Rehlinger zu, dies zu prüfen und zeitnah Bescheid zu geben.
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