L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Außen hui, innen pfui?

Aus der Decke wachsen Pflanzen, Wasserflecken an den Wänden, desolate Elektrik – der Asta der Saar-Uni sieht Sanierungsbedarf. Bezahlt werden soll dies aus dem zweiten Konjunkturpaket des Bundes.

Saarbrücken.
Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Saar-Uni schlägt Alarm. „Die Universität erstrahlt nach außen, aber verfällt im Inneren“, erklärt Wael Hamdan (Campus Grün), einer der beiden Vorsitzenden. Der Asta sieht dringenden Sanierungs- und Instandsetzungsbedarf an Gebäuden in Saarbrücken und Homburg.Dringender Sanierungs- und Instandssetzungsbedarf an der Universität des Saarlandes verkündet Wael Hamdan (Campus Grün), Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Saar-Uni. „Die Universität erstrahlt nach außen, aber verfällt im Inneren“, erklärt er. „Im Studienalltag begleiten die Studenten bröckelnde Fassaden, undichte Fenster und Dächer, und ihre Gesundheit ist durch die veraltete und nicht mehr voll funktionsfähige Ausstattung gefährdet“, heißt es in einem Positionspapier, das der Asta dem Uni-Präsidium und der saarländischen Landesregierung vorgelegt hat. Anlass ist das zweite Konjunkturpaket des Bundes, das voraussichtlich rund 130 Millionen Euro für saarländische Bildungseinrichtungen zur Verfügung stellt (die SZ berichtete).
Besonders großen Sanierungsbedarf sieht der Asta im Gebäudekomplex auf dem Campus in Saarbrücken, im dem die Mechatronik, das Frankreichzentrum, die Katholische und Evangelische Theorie sowie die Erziehungswissenschaften untergebracht sind. Neben einer baufälligen Außenfassade mit Moos, Wasserschäden und kaputten Außenjalousien werden innen undichte Wände und Decken, sowie Pflanzenwuchs aus den Schadstellen bemängelt. Außerdem stehe die Sanierung der Toiletten an, unter deren Gestank die Studenten leiden.
Als „in seinem jetzigen Zustand nicht mehr akzeptabel“, bezeichnet der Asta das Pharmaziegebäude. Unter anderem sei die Lüftung unzureichend, der Seminarraum zu klein und es gebe viel zu wenig Schränke für Chemikalien. Auch gebe es vereinzelt noch Abstellregale aus Asbest. Hier sowie bei den Gebäuden für Anorganische Chemie sowie bei dem Hörsaalgebäude Chemie fordert der Asta eine Komplettsanierung.
Das Mathematik-Gebäude weise nach Asta-Angaben lose Deckenleisten, freie Kabel und marode Oberlichtfenster auf.
!Nicht nur am Saarbrücker Campus, auch auf dem Campus Homburg sieht der Asta Handlungsbedarf. „Gravierende Mängel“ bescheinigt er dem HNO-Urologie-Hörsaal, wo sowohl Ablagemöglichkeiten als auch eine moderne Computerausstattung fehlten. Die Anatomie verfüge nur über lichtlose Lernzellen, der Neurologische Klinik fehle ein Seminarraum. Auch im Hörsaal der Pathologie und der Orthopädie gebe es Handlungsbedarf.
Auch Neubauten stehen auf der Asta-Liste. Gefordert wird unter anderem ein eigenständiges Hörsaalgebäude für den Campus Saarbrücken sowie ein Umzug der Homburger Uni-Bibliothek in ein neues Gebäude. Letzteres liegt dem Medizin-Studenten Wael Hamdan besonders am Herzen. „Die Bibliothek ist in einem denkmalgeschützten Jugendstilhaus untergebracht und hat ihren Namen nicht verdient“, erklärt er. Sie sei baufällig, verfüge über zu wenig Arbeitsplätze und die Toiletten „stinken zum Himmel“.
Im saarländischen Wissenschaftsministerium seien die beschriebenen Probleme bekannt, teilte Pressesprecher Holger Schmitt mit. „Einige der geforderten Maßnahmen waren bereits vor den Konjunkturpaketen im Haushalt eingeplant und veranschlagt, beziehungsweisen in Vorbereitung“, erklärte er auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung. Das gelte zum Beispiel für das Gebäude der Anorganischen Chemie. Inwieweit Maßnahmen durch das Konjunkturpaket beschleunigt werden, werde derzeit geprüft.
Uni-Präsident Volker Linneweber, der gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass es viele „Sorgenkinder“ an der Universität gebe, denen das Geld aus dem zweiten Konjunkturpaket zugute kommen werde.

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