L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Ausstellung im Albert-Schweizer-Gymnasiums macht künstlerisch auf Alkoholprobleme aufmerksam

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Dillingen. Grinsend warten die Comic-Geier darauf, dass die Jugendlichen aus der Disco kommen. „Alkis, wir warten!“ steht darüber in großen Lettern. Zu sehen ist das Plakat, Bundessieger im Wettbewerb „Bunt statt Blau“ der DAK-Gesundheit, gemeinsam mit den 15 Arbeiten der Landessieger in den kommenden zwei Wochen im Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen.

Gleich gegenüber dem Siegerplakat aus Rastatt hängt der Beitrag zweier Schülerinnen vom Dillinger Gymnasium. Sarah Thierry (14 Jahre) und Jessica Otto (13 Jahre) haben mit ihrer überaus provokanten Verarbeitung des Themas Komasaufen den Landessieg für das Saarland errungen. Zwar konnten die beiden Gewinnerinnen gestern Vormittag anlässlich der Ausstellungseröffnung wegen ihres Berufspraktikums nicht dabei sein, doch ihre Botschaft ist klar und deutlich unter ihrer Arbeit zu lesen.

„Unser Plakat zeigt, dass Komasaufen zwangsläufig immer im Krankenhaus endet. Komasaufen entzieht Lebensenergie und raubt Spaß und Freude“, erklärten sie. Auf ihrem Plakat haben die beiden Schülerinnen eine Bierflasche in ein Krankenbett gepackt, daneben, an einem Infusionsständer, hängen zwei Jugendliche. Für die Schülerinnen ist man „letztlich immer der Verlierer, wenn man an der Flasche hängt“. Stolz auf diese kreative und provokante Arbeit zugleich ist Schulleiter Stefan Schmitt. „An unserer Schule ist die Suchtprävention sehr wichtiges Thema, wir wollen gerade mit dieser Ausstellung die Schüler sensibilisieren“, sagte er.

12 500 Arbeiten, berichtete Walter Balzer von der DAK, waren im Jahr 2011 eingereicht worden, für 2012 gibt es bereits mehr als 500 Anmeldungen. „Mit dem Wettbewerb „Bunt statt Blau“ wollen wir den Jugendlichen eine Stimme geben, sie sollen sich selbst mit dem Thema kreativ auseinandersetzen“, betonte er.

Vor dem Hintergrund, dass im vergangenen Jahr mehr als 26 000 Kinder und Jugendliche stationär wegen Alkoholvergiftung behandelt werden mussten und 40 Prozent der Schüler angeben, regelmäßig am Komatrinken teilzunehmen, sei gerade dieser Wettbewerb eine gute Möglichkeit, dass Jugendliche sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen, sagte Balzer.

Zur Eröffnung der Plakat- Ausstellung gestern kam auch Dr. Monika Weber vom jugendärztlichen Dienst in Saarlouis. Für sie ist das Thema Komasaufen ein sehr präsentes Thema, „gerade, weil sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahlen mehr als verdoppelt haben, es immer mehr Mädchen und immer jüngere Kinder betrifft“, betonte sie

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