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Ausstrahlung im Januar: TV-Koch Frank Rosin war mit seinem Fernsehteam in einer Bübinger Gaststätte

Sterne- und Fernsehkoch Frank Rosin.

Sterne- und Fernsehkoch Frank Rosin.

Der Sternekoch scheint das eben erst entfachte Kaminfeuer mit seinem Blick hypnotisieren zu wollen. Die Tafel hinter ihm ist festlich gedeckt. Teller, Bestecke und vor allem die blitzeblank polierten Gläser stehen in Reih und Glied, denn bald kommen 20 Testesser ins Bübinger Gasthaus Degott-Schleppi. Wenn jetzt das Feuer noch in Gang käme – dann würden sie in Sachen Ambiente sicher noch einen Punkt mehr vergeben.

Und es kommt auf jeden einzelnen an. So will es die Dramaturgie der Folgen von „Rosins Restaurants“.

Eine der Folgen hat Starkoch Frank Rosin mit seinem Team nun in Bübingen im besagten Traditionslokal produziert. „Wir tauchen immer überraschend auf – unangemeldet“, erklärt er zu seinem TV-Format.

Kurzes Kennenlernen, dann die Ankündigung des ersten Testessens. „Damit wir einen möglichst unverfälschten Eindruck von dem Betrieb bekommen“, verrät Rosin.

In der Regel schneiden die Teilnehmer dabei zunächst mal schlecht ab. Je größer der Unterschied zwischen den beiden Testessen ist, desto größer sind die Steine, die den Beteiligten in den letzten Sekunden einer jeden Folge vom Herzen fallen. „Zehn Tage waren wir netto hier vor Ort, ich war an sechs Tagen dabei“, sagt Rosin.

Was ihn von ähnlichen Formaten unterscheidet? Andere Köche probieren das angebotene Essen jeweils meist im Alleingang, ein Testessen von zufällig ausgewählten Personen aus der jeweiligen Region gibt es dabei nicht. „Ich beschränke mich auch nicht darauf, die Karte zusammenzustreichen und nach einem Koch-Coaching wieder zu verschwinden“ , sagt Rosin.

Worauf es ihm ankommt: „Wir wollen den Problemen auf den Grund gehen.“ Bücher, Finanzlage und sogar die familiäre Situation – er und Team durchleuchten alles, wie es auch die einzelnen Folgen vermitteln. Was ihn besonders fuchst: „Jeder kann ein Lokal aufmachen – ob er das Metier beherrscht oder nicht.“

Knallhart auch seine Forderung an den DeHoGa (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.): „Das Anforderungsprofil für angehende Restaurantbetreiber sollte deutlich schärfer werden.“

Was ihn in Bübingen beeindruckt ist die Tradition des Hauses: „Jetzt in fünfter Generation. Die Nähe zu Frankreich und die Einbindung in den Ort: Sogar der Bezirksbürgermeister war da.“ Gemeint ist Daniel Bollig. Verantwortlich für den Bezirk Halberg.

Im Degott-Schleppi hat Rosin entschieden, dass das Regionale in den Vordergrund rücken muss, er will somit auch einen Kontrapunkt zur Globalisierung setzen. Schleppi zum Kamin: „Zuletzt haben wir ihn als Weinlager benutzt, aber mein Großvater hat darauf vor Publikum Grillspeisen zubereitet.“ Eine Art Show-Cooking, die Rosin sicher gefallen hätte.

Eine Neigung zum Drama hat der Fernsehmann auch. „Wir werden alle sterben“, zetert er, als der Kamin nur noch qualmt. Schleppi muss aus der Küche eilen, um das Feuer zu retten.

Von der Ausstrahlung der Serien-Episode am Dienstag, 24. Januar, erhofft der Bübinger Koch sich einen Attraktivitätsschub für sein Lokal. Erfolg ist dabei nicht garantiert.

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