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Auto im Tümpel: Dramatischer Feuerwehreinsatz

Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte die Feuerwehr Völklingen gestern Morgen zwischen Ludweiler und Dorf im Warndt . Kurz nach acht Uhr hatte ein Passant in einem Tümpel unmittelbar neben der Landstraße 276, etwa einen Kilometer vor dem Ludweiler Ortseingang, ein Auto gesehen, von dem nur noch das Dach aus dem Wasser ragte. Neben der Feuerwehr eilten Polizei , DRK-Rettungsdienst und Notarzt herbei, weil man sich Sorgen machte, ein Mensch könne ertrinken. Die Spuren deuteten darauf, dass der Wagen nicht sanft ins Wasser gerollt, sondern eher von der Fahrbahn abgekommen war, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Völklinger Wehrleute nahmen die Lage also ernst und schickten Taucher ins Wasser. Zur Unterstützung wurden auch noch Taucher der Berufsfeuerwehr Saarbrücken alarmiert. Oliver Reichert, Sprecher des DRK-Ortsvereins Großrosseln, berichtete, Völklinger Feuerwehr-Taucher hätten sofort nach dem Eintreffen das Fahrzeugwrack inspiziert. Und noch ehe die Berufsfeuerwehr kam, war sicher, dass sich im Wagen niemand befand. Daraufhin holte die Feuerwehr das Fahrzeug mit Hilfe einer Seilwinde aus dem Wasser.

Nun stand zwar fest, dass das Auto leer war; doch es war offen, ob womöglich Menschen im Wasser treiben. Die Suche ging im offenen Gewässer weiter. Ingo Wagenknecht von der Berufsfeuerwehr sagte: „Wir haben die Völklinger Kollegen unterstützt. Der Weiher ist nur 1,50 Meter tief, aber nachts kann eine alkoholisierte Person auch da ertrinken.“

Zeitgleich recherchierte die Polizei nach der Halteradresse. Da der Wagen französische Kennzeichen hatte, bat man Grenzdienststellen um Hilfe. Schließlich war der Fahrer ausfindig gemacht, ein 22-jähriger Saarbrücker. Der Mann war zu Hause, um sich umzuziehen. Er gab an, er sei von der Straße abgekommen und habe den Wagen rechtzeitig verlassen. Der Feuerwehreinsatz war damit beendet. Dieter Hirtz vom DRK Dorf im Warndt sagte lachend im Rückblick: „Wir haben wenigstens den Frosch gerettet, der nach der Bergung des Autos aus dem Wrack gesprungen ist.“

Für den Fahrer ist der Einsatz mit einigen unangenehmen Fragen verbunden, denn er hat Fahrerflucht begangen. Nach Angaben der Polizei kamen die Beamten über Dokumente, die im Auto zurückgeblieben waren, auf ihn. Er sei zum Unfallzeitpunkt auch alkoholisiert gewesen, hieß es bei der Polizei , und er habe keinen Führerschein. Die Beamten haben nun Strafanzeigen gefertigt, nachden sie ihn daheim angetroffen und zur Rede gestellt hatten. Außerdem, sagte Marc Bellmann von der Völklinger Polizei , sei im Wagen Goldschmuck gefunden worden, einige Ketten und Uhren. Die Polizei ermittele jetzt, wem dieser Schmuck gehöre.
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