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Auto - nein danke: Saarländer sollen "autofasten"

Saarbrücken. Der Deutschen liebstes Kind ist nach wie vor das Auto – allerdings: Es ist ein Problemkind. „Das Auto gehört zu den größten Luftverpestern“, unterstreich Christian Weyer, Superintendent des Kirchenkreises Saar-West, gestern Morgen im Kirchenladen am St. Johanner Markt. Anlass für den Rüffel war die Start der Aktion Autofasten, zu der die christlichen Kirchen in Südwestdeutschland gemeinsam mit dem Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg aufrufen.

Anmelden kann man sich noch bis zum 14. März

Bei der 14. Auflage der Fastenaktion geht es erneut darum, möglichst oft das Auto stehen zu lassen und andere Verkehrsmittel umzusteigen Das Autofasten beginnt am 20. März und endet am 19. April. Anmelden kann man sich noch bis zum 14. März. „300 Anmeldungen gibt es im Saarland bereits“, berichtet Helmut Paulus, Sprecher der Evangelischen Kirchenkreise an der Saar. „Damit liegen wir recht gut. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten wir 368 Autofaster im Saarland.“

Heilsame  Unterbrechung

Insgesamt machten im vergangenen Jahr 1742 Menschen mit, so dass die Zahl derjenigen, die sich seit der Erstauflage 1998 an der Aktion beteiligt haben, auf nunmehr 16?138 angewachsen ist. Für Benedikt Welter, Dechant des Dekanats Saarbrücken, handelt es sich beim Autofasten, „um die Gewinnung eines Mehrwerts, bei dem das Ich sich neu und gut aufstellen kann“. Man solle die Aktion als einen selbstaufklärerischen Akt betrachten, der dem Kreislauf der Gottlosen und auch der eigenen Gottlosigkeit „zu einer heilsamen Unterbrechung“ verhelfe.

Öffentlicher Nahverkehr und  Fahrgemeinschaften

Auch wenn es besonders im ländlichen Raum nicht immer einfach sei, komplett auf das Auto zu verzichten, gäbe es Alternativen. „Sie sind zahlreicher, als man zunächst denkt“, sagt Dechant Welter und zählt unter anderem den öffentlichen Nahverkehr sowie die Fahrgemeinschaften auf. „Auch sehr gesund, vor allem bei kürzeren Strecken, ist das Radfahren.“ Hier sieht der Saarbrücker Umwelt-Dezernent Kajo Breuer Nachholbedarf: „Laut einer Umfrage besitzen etwa 80 Prozent der Bundesbürger ein verkehrstaugliches Fahrrad. In Saarbrücken sind es gerade einmal 60 Prozent.“ tog

:: www.autofasten.de

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