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Autobahn-Diskussion: Bruchhof will neuen A6-Anschluss

Bruchhof leidet unter dem starken Durchgangsverkehr. Deswegen stehen Ortsvertrauensmann Thomas Morsch und der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Werner Kohns, hinter einem neuen Anschluss Homburg-Ost. Bei der Variante, die nun im Gespräch ist, sehen sie allerdings viele Schwierigkeiten.

Bruchhof-Sanddorf.
12.000 bis 14.000 Autos donnern täglich durch Bruchhof. Dazu kommen 1200 bis 1500 Lastwagen, darunter etwa 700 Schwerlaster, die auf der Kaiserslauterer Straße (L119) fahren. „Das ist schon eine immense Belastung“, sagen Thomas Morsch, Bruchhof-Sanddorfs Ortsvertrauensmann, und Werner Kohns, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes.

Doch sie haben zu ihrem Besuch in der Homburger Redaktion unserer Zeitung nicht nur Zahlen mitgebracht, sondern auch eine klare Meinung zum Autobahn-Anschluss Homburg-Ost. Die Bruchhofer möchten diese Aus- und Abfahrt, weil sie sich davon eine Entlastung erhoffen.

Über Autobahn-Anschluss herrscht Verwirrung
Die ziemlich unverhoffte Meldung von der Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums zum Neubau eines Anschlusses Homburg-Ost, der rund 5,1 Millionen Euro kosten soll, sorgt für ziemlich viel Wirbel. Seit sie vor wenigen Wochen über den Bundestagsabgeordneten Alexander Funk in Umlauf geschickt wurde, gibt es Fragen, Kritik und Verwirrung. Von einer Variante vier ist die Rede. Danach soll der Anschluss etwas weiter weg vom Sportplatz in Reiskirchen liegen als vor Jahren geplant und dann auf die L118 führen.

Reiskircher Bürgerinitiative gegen Anschluss

Das hatte die Reiskircher Bürgerinitiative A6 Homburg auf den Plan gerufen, die Nachteile für den Stadtteil befürchtet (wir berichteten). Diesen Strecken-Vorschlag halten auch die beiden Bruchhofer nicht für sehr geglückt, da es viele Schwierigkeiten gebe. Zum Beispiel müsse man links abbiegen, wenn man von Bruchhof-Sanddorf über die Berliner Straße auf die L118 gelangen wolle – das sei nie attraktiv. Es sei hier zu eng, um eine Rechtsabbiege-Spur zu bauen.

Durch diese und andere Probleme bringe der Anschluss in dieser Version zwar auf jeden Fall eine Entlastung für den Stadtteil, aber nicht in dem Ausmaß, „wie wir es für Bruchhof erwarten“. Außerdem „wollen wir nicht Bruchhof gegen Reiskirchen ausspielen“, betonen sie und bieten der Bürgerinitiative daher an, „dass wir uns treffen“.

Bruchhofer haben andere Strecke im Sinn
Morsch und Kohns, der von Haus aus übrigens Bauingenieur ist, halten generell eine Strecke über die alte Bahntrasse für sinnvoller, ob nun östlich im Bogen um die Firmengelände herum oder direkt auf den Grundstücken der Unternehmen. Schließlich entstehe der Verkehr ja bei den großen Firmen – und von hier könnte es direkt zur A6 gehen. Auf dieser Strecke sei der Eingriff in die Natur zudem geringer, da ja bereits Gleise liegen. Zudem sei es vorteilhaft, dass die A6 schon über die Gleise führe. Dieses Kreuzungsbauwerk könne für den Anschluss genutzt werden.



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