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Autobahn-Projekte im Saarland werfen Fragen auf

Symbolfoto.

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Wie sieht die Homburger Politik eigentlich den Ausbau des A 6-Anschlusses Homburg-Bexbach und den Neubau Homburg-Ost? Die Rede ist von der Drei-Ohren-Lösung am bestehenden Anschluss und von der möglichen Alternative eines Verkehrskreisel. Wie belastbar ist die Erbacher Bahnbrücke, falls ein neuer Ost-Anschluss über die Erbach-Umgehung erschlossen werden muss.

Für Homburgs CDU-Landtagsabgeordneten Christian Gläser ist vor allem die Frage, ob die Erbacher Bahnbrücke eine Mehrbelastung aushält, derzeit noch nicht aktuell: „Ich würde dazu anraten, zunächst die Planungen der Stadt Homburg zur Auffahrt Homburg-Ost abzuwarten, die alle möglichen Varianten einbezieht.“ Auf die Frage, ob ein Abhängen der Richardstraße in Reiskirchen sinnvoll sei, mahnte Gläser vor dem Hintergrund zunehmenden Verkehrs eine Gesamtlösung mit dem Ausbau der Anschlussstelle Homburg-Bexbach und dem Neubau eines Anschlusses Homburg-Ost an. Dessen Planung müsse von Homburg schnell vorangetrieben werden.

Der aktuell wieder diskutierten Kreisellösung für den Autobahnanschluss Homburg-Bexbach erteilte Gläser eine Absage – anders als Michael Forster, Fraktionschef der CDU im Homburger Stadtrat. „Eine Kreisellösung beurteilt die CDU grundsätzlich positiv. Die Verkehrsexperten des Landesamtes für Straßenbau haben jedoch im Stadtrat vorgetragen, dass eine solche Lösung nach den derzeitigen Planungen dort den Verkehr nicht trägt.“ Zudem sehe seine Partei die Gefahr, dass bei einer gänzlich neuen Planung des Autobahnanschlusses dessen Verwirklichung wieder in die Ferne rückt. Mit Blick auf merkliche Mehrbelastung für die Erbacher Bahnbrücke wegen des möglichen Ost-Anschluss-Zubringers machte Forster klar: „Die CDU wird keine Variante befürworten, die sich im Vergleich zum Ist-Zustand negativ auf die Bürger in Erbach auswirkt.“

Für die SPD nahm deren Fraktionsvorsitzender Gerhard Wagner zu den Straßengroßprojekten grundsätzlich Stellung: „Beide Verkehrsmaßnahmen zusammen und erst Recht zusammen mit der Ortsumgehung Schwarzenbach führen zu einer enormen Entlastung von Ortsdurchfahrten in der ganzen Stadt, aber auch in den benachbarten Gemeinden.“ Wagner verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Beteiligungsverfahren bei den beiden Projekten und ist sich sicher: „Die Homburger Bürger – genau wie die Verwaltungen der benachbarten Gemeinden – werden transparent und frühzeitig an allen Planungen der Kreisstadt Homburg beteiligt. Ähnlich macht dies der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS).“ Die Frage nach der Bahnbrücke als wahrscheinlichem Nadelöhr ließ Wagner unbeantwortet.

Und wo steht die Allianz der Vernunft? Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marianne Bullacher zur Frage nach der Perspektive der Drei-Ohren-Lösung: „Aktuell hat der LfS eine Variante vorgelegt, in der die Richardstraße als Zubringerstraße komplett entfallen soll.“ Dies entlaste zwar Reiskirchen, „führt allerdings zu einer Mehrbelastung der Berliner Straße in Erbach und auch in Bexbach.“ Ihre Forderung: „Die Allianz der Vernunft erwartet vom LfS eine klare Aussage über die zu erwartenden Be- und Entlastungen.“ Dem Kreisel als Lösung stehe die Allianz grundsätzlich positiv gegenüber, aber: „Der LfS hat nach eigenen Angaben diese Variante im Rahmen der Planungsvorbereitungen sorgfältig durchgeprüft und dabei die jetzige Ampellösung letztlich als die geeignetere und nachhaltigere bevorzugt.“ Zur Frage nach der Belastungsfähigkeit der Bahnbrücke sagte Bullacher: „In diesem Verkehrsbereich ist eine weitere Mehrbelastung eindeutig abzulehnen.“ < Weiterer Bericht folgt
 
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