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Autobahntunnel Pellinger Berg wird noch in diesem Jahr für Gegenverkehr ausgerüstet

Wird eine Tunnelröhre gesperrt, wird künftig gegenläufiger Verkehr in der anderen Röhre möglich sein.

Wird eine Tunnelröhre gesperrt, wird künftig gegenläufiger Verkehr in der anderen Röhre möglich sein.

 Der Autobahntunnel der A 8 unter dem Pellinger Berg wird noch in diesem Jahr für den Gegenverkehrs-Betrieb ausgerüstet. Dies gab das zuständige Wirtschaftsministerium in Saarbrücken bekannt. Damit wird eine der zentralen Forderungen einer Bürgerinitiative „Sicherheit an der L 170“ erfüllt, die sich seit Jahren dafür stark gemacht hatte. Das bedeutet, dass bei längeren Sperrungen einer Fahrtrichtung im Tunnel die Umleitung über Land entfallen kann.

Genau dies hatten die Anwohner der Ortschaften entlang der Ausweichstrecke über die L170 zwischen den Autobahn-Anschluss-Stellen Wellingen und Borg scharf kritisiert. Sie sahen durch die Umleitungslösung eine unzumutbare Verkehrsbelastung und ein erheblich gesteigertes Unfallrisiko auf ihre Wohnorte zukommen. Nach mehrjährigen Diskussionen und Kontroversen war schließlich 2010 ein Verkehrsgutachten zu dem Schluss gekommen, dass gegenläufiger Verkehr im Tunnel möglich sei. Diese Gegenläufigkeit soll nun auch baulich umgesetzt werden. Verkehrsministerin Anke Rehlinger sieht darin „eine wesentliche Entlastung für die betroffenen Ortschaften im Raum Mettlach/Perl“.

Die vorbereitenden Planungen laufen bereits, teilte das Ministerium mit. In die Umrüstung des Tunnels investiert der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) rund 3,9 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Für das Projekt hat er laut Ministerium ein Verfahren gewählt, das insbesondere die Ortslagen von Wehingen, Tünsdorf, Büschdorf, Hellendorf und Borg entlang der L 170 schont. Es soll zu lediglich zwei kurzen Vollsperrungen der Autobahn kommen, jeweils in einer Fahrtrichtung.

Die Nordröhre wird zunächst provisorisch für die Gegenverkehrslösung eingerichtet. Das wird voraussichtlich im Sommer geschehen und soll vier Wochen dauern. „Durch das Provisorium wird sichergestellt, dass in den Haupt-Bauphasen keine Belastung der Umleitungstrecke entsteht“, erläutert die Ministerin. Im Übrigen nutze der LfS zur Aufrüstung der Röhren ein Jahr, in dem ohnehin umfangreiche Sanierungs- und Wartungsarbeiten im Tunnel angefallen wären, heißt es weiter.

Gegenstand der provisorischen Umrüstung ist laut Ministerium der Aufbau zusätzlicher Schranken, Lichtsignale und Warnblinkleuchten sowie deren Anbindung an die Datenzentrale. Die Beleuchtungs- und Belüftungstechnik wird an den gegenläufigen Verkehr angepasst.

Der LfS rechnet damit, dass mit dem endgültigen Ausbau der Südröhre im Spätherbst begonnen werden kann. Folgende Arbeiten stehen dort unter anderem an: die Erweiterung des Videoüberwachungssystems, die Installation von in beiden Fahrtrichtungen sichtbaren Wechselverkehrszeichen, die Sanierung der Löschwasserleitungen und Revisionsschächte auf der Fahrbahn und der Kabelschächte auf seitlichen Wegen sowie ein neuer Fahrbahnbelag mit aufgehelltem Asphalt und die Erweiterung der hellen Wandbeschichtung. Nach sechs Wochen Bauzeit beginnt dann der gleiche Umbau in der Nordröhre, der Verkehr fließt während der Arbeiten durch die Südröhre.
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