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Autoklau, Kredikartenbetrug, Körperverletzung: Kriminalität boomt in einigen Bereichen

Saarbrücken. Sie wollen jemanden zusammenschlagen. Gegen 6 Uhr finden sie an einem Sommermorgen 2009 ein willkürlich gewähltes Ziel für ihren Hass.

Der 32-Jährige läuft den beiden am St. Johanner Markt über den Weg. Sie fragen ihn nach Zigaretten. Als sie keine bekommen, greifen sie den Mann an. Sie schlagen ihn nieder und treten auf ihn ein. Die beiden entkommen unerkannt.

Eine von 310 gefährlichen und schweren „Körperverletzungen auf Straßen, Wegen und Plätzen“ im vorigen Jahr (36 weniger als 2008). Und eine von 18 521 Straftaten im Polizeibezirk Saarbrücken-Stadt im Jahr 2009. Das waren 892 oder 4,6 Prozent Delikte weniger als 2008. Bezirks-Chef Peter Becker und Armin Löhfelm, der Leiter des Kriminaldienstes Saarbrücken, stellten die Zahlen vor.

Die Aufklärungsquote ist im vergangenen Jahr mit 55,7 Prozent um 2,5 Punkte höher ausgefallen als 2008. Doch ob die Täter nun ermittelt sind oder nicht: Viele Opfer leiden noch lange unter den Folgen der Taten. Sei es nach einer der 1991 Körperverletzungen (108 weniger als 2008). Oder nach einem der 61 Fälle von Handtaschenraub (16 weniger als 2008), wobei die Verbrecher eiskalt das Überraschungsmoment und ihre körperliche Überlegenheit ausnutzten, wenn sie keine Gegenwehr erwarteten.

Explodiert: Betrug mit geklauten Kontodaten


Andere Verbrecher nutzten die Leichtfertigkeit beim Umgang mit einer der wichtigsten Zahlen, der Geheimzahl für die Girokarte, um gleich nach dem Kartendiebstahl Beute zu machen. „Die Diebe konnten die sogenannte Pin gleich mit den Karten erbeuten, weil die Nummer irgendwo notiert und leicht zu entdecken war“, sagt Becker. Von diesen für die Opfer ebenso teuren wie ärgerlichen Delikten stehen fürs vorige Jahr 316 Fälle in der Statistik, 117 mehr als 2008.

Geradezu explodiert ist mit einem Zuwachs von 522 Prozent die Zahl der Betrügereien mit geklauten Kontendaten. Es gab 2008 nur 18 Fälle im Bezirk, 2009 waren es 112. Tatort: Das Internet, wo ahnungslosen Kunden beim Bezahlen ihrer Waren unbemerkt die Bankdaten geklaut wurden.

Vorsicht, die wirkt, spiegelt sich bei den Diebstählen aus aufgebrochenen Autos wider. 1647-mal machten Gauner 2008 auf diese Weise Beute, 2009 verzeichnete die Polizei nur noch 1009 dieser Straftaten. Dazu Bezirks-Chef Peter Becker: „Die Leute gehen inzwischen deutlich verantwortungsvoller mit Wertsachen um, vor allem mit Navigationssystemen, und lassen sie nicht mehr so oft im Auto.“

Aufeinander achten und Alarm schlagen

Die aufeinander achten und Alarm schlagenBürger können aber noch mehr gegen die Kriminalität in ihrer Stadt tun, wie Becker und Löhfelm betonen. Sie sollten aufeinander achten und Alarm schlagen, wenn sie sehen, dass etwas passiert. Peter Beckers Wunsch an die Saarbrücker lautet denn auch so: „Leihen Sie uns Ihre Augen und Ohren, und informieren Sie uns, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt. Damit das klar ist: Wir wollen keine Denunzianten, sondern eine Stadt, in der sich Menschen für andere verantwortlich fühlen.“

Auf einen Blick

Zuständigkeiten und Erreichbarkeit der Dienststellen des Polizeibezirks Saarbrücken-Stadt:

Polizeibezirksinspektion St. Johann, Karcherstraße 5, 66111 Saarbrücken, Telefon der Wache (rund um die Uhr) (06 81) 9 62 22 33; Bürgertelefon der Kontaktpolizei (06 81) 9 62 22 22, zuständig für St. Johann und Eschberg.

Polizeiinspektion Burbach, Heinrich-Barth-Straße 2, Telefonnummer Wache (rund um die Uhr) (06 81) 9 71 50.

Bürgertelefon der Kontaktpolizei (06 81) 9 71 52 22 , zuständig für Burbach, Malstatt (inklusive Wohngebiet Rodenhof). Polizeiinspektion Alt-Saarbrücken, Am Ludwigsplatz 12, Telefonnummer Wache (rund um die Uhr) (06 81) 5 88 16 40. Bürgertelefon der Kontaktpolizei (06 81) 5 88 16 42 22 , zuständig für Alt-Saarbrücken, St. Arnual und die Folsterhöhe. Kriminaldienst Saarbrücken, Karcherstraße 5, Telefon der Wache (8 bis 16 Uhr): (06 81) 9 62 25 02, zuständig für den gesamten Polizeibezirk Saarbrücken-Stadt. ole

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