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Automaten-Knacker haben allein im Saarland über 400 000 Euro erbeutet

Nach der Sprengung des Geldautomaten in Lauterbach. Foto: bub

Nach der Sprengung des Geldautomaten in Lauterbach. Foto: bub

Weil sie vier Geldautomaten im Saarland gesprengt haben sollen, müssen sich derzeit zwei Männer vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Im April 2014 räumten sie einen Geldautomaten in Rehlingen-Siersburg aus und erbeuteten 125 000 Euro , der Sachschaden betrug 56 000 Euro . Im Mai 2014 knackten sie einen Automaten in Völklingen-Lauterbach, die Beute betrug 150 000 Euro , der Sachschaden belief sich auf 218 000 Euro . Im September 2014 folgte ein Geldautomat in Perl, wo die beiden Täter 127 000 Euro erbeuteten und einen Sachschaden von 268 000 Euro verursachten. Nur wenige Tage später schlugen sie in Gersweiler zu, wo sie zwar keine Beute machten, aber einen Sachschaden von 32 000 Euro hinterließen.

Vor dem Landgericht berichtete ein Polizist aus Niederösterreich jetzt, dass es dort Taten gab, die nach dem gleichen Muster ausgeführt wurden. Auch dort hält man die in Saarbrücken angeklagten Männer für die Täter, es gibt nämlich eine übereinstimmende DNS-Spur. Vor allen Taten wurde zudem ein Pkw der Marke Audi gestohlen, der als Tatfahrzeug verwendet und anschließend irgendwo am Straßenrand abgestellt wurde. In Österreich wurde gegen die beiden Männer noch keine Anklage erhoben, man möchte offenbar den Ausgang des Saarbrücker Verfahrens abwarten.

Doch die Verteidiger der beiden Männer fanden jetzt Angriffspunkte gegen die Anklage. So sei beispielsweise eine der DNS-Spuren durch einen Polizeibeamten kontaminiert worden. Auch sei eine Farbsprühdose, mit Hilfe derer eine Überwachungskamera außer Betrieb gesetzt wurde, nicht ausreichend untersucht worden. Man hätte nämlich die Farbe auf der Linse der Überwachungskamera mit der im Fluchtauto gefundenen vergleichen müssen, so die Verteidigung. Ferner seien Hinweise eines Bürgers aus Bochum nicht beachtet worden. In den weiteren Verhandlungstagen wird das Gericht also noch viel Aufklärungsarbeit leisten müssen.
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