L365 Weiskirchen Richtung Nonnweiler Sitzerath Gefahr durch defektes Fahrzeug L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (08:29)

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Autoteilen kommt in Mode

Die Firma Cambio stellt 13 Autos in Saarbrücken zur Verfügung. Hier die Station am Landwehrplatz in St. Johann. Foto: becker&bredel

Die Firma Cambio stellt 13 Autos in Saarbrücken zur Verfügung. Hier die Station am Landwehrplatz in St. Johann. Foto: becker&bredel

Die Zahl der Carsharing-Nutzer steigt bundesweit stetig an. Anfang dieses Jahres waren insgesamt 1,26 Millionen Menschen in Deutschland bei einem Autotausch-Anbieter registriert. Das sind 220 000 mehr als im Vorjahr. Ihnen standen etwa 16 100 Wagen zur Verfügung. Das geht aus der Carsharing-Jahresbilanz 2015 hervor. Auch in Saarbrücken teilen sich immer mehr Menschen gemeinschaftlich ein Fahrzeug. Knapp 1000 Nutzer gibt es aktuell in der saarländischen Landeshauptstadt. Das hat eine SZ-Umfrage bei Carsharing-Unternehmen ergeben.

„Ein Aufwärtstrend ist deutlich erkennbar“, bestätigt Pressesprecherin Catharina Oppitz von Cambio-Carsharing. Zu Beginn dieses Jahres zählte das Unternehmen 840 Kunden. 2010 hatte Cambio-Carsharing noch rund 600 Kunden in Saarbrücken . „Wir wachsen langsam, aber stetig an“, sagt Oppitz. Insgesamt gibt es sechs Stationen in der Landeshauptstadt. Vier davon liegen in St. Johann, zwei in Alt-Saarbrücken. An den Stationen bietet das Unternehmen je nach Jahreszeit 18 Fahrzeuge an. „Im Sommer stehen mehr Fahrzeuge zur Verfügung, weil da einfach mehr gefahren wird“, erläutert Oppitz. Im Herbst werde das Kontingent dann runtergeschraubt. Viele Saarbrücker würden Carsharing nutzen, um an die See, in Urlaub oder zu Freunden aufs Land zu fahren. Auch die Deutsche Bahn bietet Carsharing an. Aktuell stehen nach eigenen Angaben acht Autos an drei Stationen am Hauptbahnhof, am Landwehrplatz und in der Mainzer Straße zur Verfügung. Wie viele Nutzer es im Jahr gibt, möchte die Bahn nicht nennen.

Ein etwas andere Art von Carsharing betreiben die Unternehmen Drivy und Tamyca. Eine feste Anzahl von Autos bieten beide nicht an, das unterscheide sich stets. „Bei Drivy vermieten Privatpersonen ihr Auto an Menschen aus der Nachbarschaft, sodass jedes einzelne Auto zur Mietstation wird“, erläutert Drivy-Pressesprecherin Christiane Jakobs. Genauso handhabt das auch Tamyca. „Der Standort eines jeden Autos ist eine Art Station“, sagt Geschäftsführer Malte Behrendt. Durchschnittlich seien es immer um die 13 Autos in Saarbrücken . Insgesamt gebe es 80 Nutzer in Saarbrücken . Aktuell stehen acht Fahrzeuge in Saarbrücken abholbereit. Zwar sei die Tendenz seit 2013 zunehmend, aber Saarbrücken zähle zu den eher weniger aktiven Städten in Deutschland. „In Berlin werden zum Beispiel mehr als 1500 Autos aktuell angeboten. Da ist also in Saarbrücken noch ordentlich Luft nach oben“, sagt Behrendt. Woran das liege, sei schwer zu erklären. Er habe nur eine allgemeine Erklärung parat: „Es gibt noch viele Vorbehalte von potentiellen Nutzern gegenüber direktem Teilen und der Zuverlässigkeit.“

Drivy liegen keine Durchschnittswerte vor. Das französische Unternehmen biete Carsharing in Saarbrücken erst seit November 2014 an, teilt die Pressesprecherin Jakobs mit.

 

Zum Thema:

Unter Carsharing (zu deutsch: „Autoteilen“) ist die gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Autos zu verstehen. Die Fahrzeuge können minutenweise, aber auch über mehrere Tage ausgeliehen werden. In Deutschland gibt es zwei Arten des Carsharings: Cambio bietet eigene Autos an, die für einen Zeitraum ausgeliehen werden können. Tamyca oder Drivy sind Plattformen, auf denen Privatpersonen ihre eigene Fahrzeuge zur Verfügung stellen. sum
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