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BPB-Präsident: "Wahlrecht ab 16 muss kommen."

Saarbrücken. Die Leiter der Landeszentralen und der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) haben gestern bei ihrem bis heute dauernden Bundes-Koordinierungstreffen in Saarbrücken die so genannten „bildungsfernen Schichten“ in den Fokus ihrer Arbeit gestellt. In einem Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung sagte Thomas Krüger, Präsident der Berliner Bundeszentrale, dass es bereits viele zählbare Erfolge gebe. In Zusammenarbeit mit dem WDR seien TV-Seifenopern („Soaps“) entwickelt worden, die politische Themen ansprächen und im WDR-Bildungsfernsehen liefen. Gleichzeitig könnten die Lehrer, etwa an Haupt- oder Berufsschulen, kostenlos DVDs auch mit didaktischem Material zu den Sendungen beziehen. Es gebe bereits eine enorme Nachfrage danach, sagte Krüger. Zudem seien die politischen Bildungsexperten im Computer- Spiel-Bereich („Gaming“) präsent und gingen zu den Massen- Wettbewerben („Turtle-Entertainment- Meisterschaften“) in die Turnhallen. Da gingen oft die Eltern mit und begleiteten die spielenden Kinder. „Wir haben für Eltern und Lehrer deshalb ein Werkzeug entwickelt, das den ganzen Spielebereich erklärt“, sagte Krüger. Da könnten Eltern und Lehrer selbst ausprobieren, wie das Spielen gehe. „Es geht darum, die didaktische Kompetenz und die pädagogische Hoheit wiederzugewinnen“, sagte Krüger.



Denn die Kinder hätten bei den Computerspielen einen „unendlichen Wissensvorsprung“. Hier gelte es, in der oft emotional geführten Debatte um Killerspiele Lehrer und Eltern mit Informationen zu versorgen. Es gebe ein „Elternlabor“ mit Experten, das jederzeit bei der Bundeszentrale abgerufen werden könne. Auf Pro Sieben habe die Bundeszentrale dem Comedy-Quiz „Ahnungslos“, das von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf moderiert wird, 75 Prozent der Zielgruppe erreicht und vielleicht erstmals mit politischen Fragestellungen konfrontiert, so Krüger. „Das war eine sehr unterhaltsame Sendung, mit politischer Bildung durch die Hintertür, wenn man so will.“ Erfolgreich sei das Online-Spiel Wahlomat, das auch an saarländischen Schulen Erfolge feiert. Krüger forderte in diesem Zusammenhang eine Herabsetzung des Wahlalters auf aktuell 16 Jahre. Der SPD-Politiker, der in den 90er Jahren auf einem Bundestagswahlwerbeplakat „Eine ehrliche Haut“ nackt posiert hatte, sagte zudem, dass mittelfristig auch eine Herabsetzung auf 14 Jahre denkbar sei, da Jugendliche in diesem Alter bereits heute „strafmündig, religionsmündig und scheckkartenmündig“ seien. Die Bundeszentrale unterstütze die neuen Bürgerbeteiligungsprozesse (Stichwort: Stuttgart 21). „Das ist im Sinne einer pluralen Demokratie ein Gewinn“, sagte Krüger. Parteien, die angesichts der Erosion der Mitgliederzahlen diesen Prozess zurückdrehen wollten, lägen „falsch“. Es gebe ein immer stärkeres Engagement „jenseits von Parteimitgliedschaften“, das müssten die Parteien begreifen. dik
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