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Baby stirbt Hungertod - kein Haftbefehl gegen Eltern

Das teilte die Staatsanwaltschaft Trier mit. Der Körper des Jungen sei in der Nacht obduziert worden. Nach ersten Ergebnissen haben bei dem Jungen organische Anomalien vorgelegen. Sie seien möglicherweise für seinen Tod mitverantwortlich. Daher erscheine derzeit das Fehlverhalten der Eltern nicht so gravierend, teilte die Ermittlungsbehörde mit.

Säugling starb an Folgen von Unterernährung

Das neun Wochen alte Baby war am Donnerstag (15.10.2010) im Kinderkrankenhaus Trier gestorben. Es war am Vortag von seiner 19-jährigen Mutter stark unterernährt und fast verdurstet in das Bitburger Krankenhaus gebracht. Der Säugling ist von dort in die Spezialklinik verlegt worden.

Polizei: kein böser Wille

Die Mutter und der 26-jährige Vater, die in einem Dorf bei Bitburg wohnen, waren nach den Ermittlungen der Polizei mit ihrer Situation völlig überfordert gewesen. Aus Böswilligkeit hätten sie ihren Jungen aber nicht vernachlässigt, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Ingo Hromada. Die am Mittwoch festgenommenen Eltern kamen gestern wieder auf freien Fuß. Nun steht fest: Nach dem Tod ihres Kindes werden sie nun nicht wieder in Untersuchungshaft kommen.

„Sie haben offenbar nicht gewusst, was sie taten“, sagte der Oberstaatsanwalt über ihr Handeln. Es sei keine „brutale Tat von Rabeneltern“, sondern Überforderung gewesen. Mutter undVater waren denAngaben zufolge arbeitslos und sozial isoliert. Sie wohnen in einem Dorf, in dem sie keine Bekannten haben. „Im Rahmen ihrer finanziellen und intellektuellenMöglichkeiten haben sie sich um das Kind bemüht“, sagte Hromada. Die Mutter hätte versucht, das Kind zu stillen und mit Babynahrung zu füttern. Die Nahrung, die ihr eine Hebamme gegeben hatte, sei allerdings kaum benutzt worden.

Das Amtsgericht Bitburg hatte den Eltern bereits am Mittwoch Teile des Sorgerechts entzogen und auf das zuständige Jugendamt übertragen. Die Eltern waren dem Jugendamt nach Angaben der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm zuvor nicht bekannt gewesen.
Es ist bereits der zweite Fall eines vernachlässigten Babys im Eifelkreis Bitburg-Prüm innerhalb weniger Wochen. :: Anfang September war das Kind eines amerikanischen Paares vom US-Stützpunkt Spangdahlem schwer misshandelt ins Krankenhaus gebracht worden. Das Kind liege noch immer in einer Spezialklinik nach St. Augustin bei Bonn mit stark verminderten Hirnleistungen im Koma, sagte Oberstaatsanwalt Hromada.

In der Nähe von Mainz war vor wenigen Tagen ein Säugling gewaltsam ums Leben gekommen. Das sechs Wochen alte Mädchen starb nach vorläufigen Erkenntnissen an einem Schütteltrauma. Die 24 und 25 Jahre alten Eltern wurden vernommen.Sie sind weiter auf freiem Fuß. Wer das Kind getötet hat, war bis gestern nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch unklar.
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