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Badeunfall: Teenager im Losheimer Stausee ertrunken

Losheim am See. Er wollte mit seinen Freunden am Montag das kühle Nass im Losheimer Stausee genießen, ein Sommertag, wie geschaffen für pures Badevergnügen. Doch für einen 16-jährigen Flüchtlingsjungen aus Afghanistan endete der Badespaß tödlich. Er ertrank, die Taucher des DLRG-Rettungsdienstes konnten ihn nur noch tot vom Grund des Sees bergen. „Wir gehen von einem tragischen Unglücksfall aus“, sagte Polizeisprecher Georg Himbert. Nach Auskunft des Losheimer Beigeordneten Stefan Scheid ist es der erste schwere Badeunfall nach 30 Jahren. Der Flüchtlingsjunge, der seit einiger Zeit in einer Wohngruppe in Rheinland-Pfalz lebte, wollte mit einer Gruppe von neun Jugendlichen und zwei Betreuern seine Ferienfreizeit in Losheim am See verbringen.



Am Montagnachmittag hielt sich die Gruppe im Strandbadbereich auf, zu diesem Zeitpunkt mit etwa 200 weiteren Badegästen, wie Scheid erklärte. Mit zwei Freunden wollte der 16- Jährige gegen 16.30 Uhr auf die etwa 50 Meter entfernte Springinsel in der Mitte des Sees schwimmen. Nach etwa der Hälfte der Strecke, so Himbert, sei der Junge umgedreht, wollte vermutlich zurückschwimmen. „Er war wohl nicht der geübteste Schwimmer“, erklärte der Polizeisprecher. Dass er versuchte zurückzuschwimmen, sei den Freunden erst aufgefallen, als sie die Insel erreichten. Am Strandbad kam er aber nie an, eine Suche nach dem Jugendlichen blieb erfolglos, seine Gruppe alarmierte die Seerettung und die Polizei. Wie der DLRG-Pressesprecher, Oliver Zangerle, erklärte, sei der Notruf um 18.25 Uhr eingegangen.



Ein Boot mit zwei Rettungstauchern steuerte gleich den Bereich zwischen Strandbad und Springinsel an. „Um 19.05 Uhr haben wir den Jungen gefunden“, sagte Zangerle. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. „Wir können hier niemandem einen Vorwurf machen, es war ein Unglücksfall“, schickte Himbert voraus. Bei hohem Besucherstrom fiele nicht gleich auf, wenn eine Person verschwindet. Unter der Woche wird das Strandbad von einem Schwimmmeister der Gemeinde und der DLRG bewacht. Am Wochenende übernehmen das DLRG und das DRK die Arbeit. Der Strandbadbereich, den es zu überwachen gilt, beträgt etwa 60 mal 60 Meter, das DLRG übernimmt darüber hinaus einen Seebereich von etwa 150 Metern, auf dem sie ständig Patrouille fahren.

Der DLRGPressesprecher warnt Badegäste dringend, sich ausschließlich nur im deutlich gekennzeichneten Wasserbereich aufzuhalten. „Und die Schwimmer sollten sich ihren Fähigkeiten bewusst sein“, sagte Zangerle. Ein natürliches Gewässer sei immer gefährlicher als ein Schwimmbad. Die Tiefe des Gewässers ließe sich durch das trübe Wasser nicht gut erkennen, nur geübte Schwimmer, die sich sicher sind, sollten daher auch rausschwimmen. „Mutproben oder Alkoholkonsum bei hochsommerlichen Temperaturen sollte man sein lassen“, riet Zangerle. Und eine weitere Gefahrensituation ist, wenn ein Badegast, ob jung oder alt, bei völliger Überhitzung ins kalte Wasser springt. Auch davor warnt das DLRG.
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